Haspo gleich bei einem der Favoriten

„Wir werden gleich maximal gefordert sein und dürfen uns gegen die konterstarken Friedberger keine unnötigen technischen Fehler erlauben“, schätzt Michael Werner den ersten Gegner ein und freut sich auf seine Premiere als Haspo-Trainer: „Die Jungs haben sich jetzt drei Monate durch die harte Vorbereitung gekämpft und dürfen sich dafür nun endlich in Pflichtspielen belohnen.“

TSV Friedberg und Haspo bewegten sich in der vergangenen Saison vollkommen auf Augenhöhe. Am Ende hatten die Bayreuther als Tabellenvierter knapp um einen Punkt die Nase vorn. In den direkten Vergleichen holten sie sogar alle vier Punkte. Neben dem schwer erkämpften 28:26-Auswärtssieg war vor allem das Hinspiel in Bayreuth denkwürdig, denn da gelang nach einem Halbzeitstand von 14:14 noch ein nie erwarteter Kantersieg mit 31:17.

Inzwischen sind die Schwaben aber eher noch stärker einzuschätzen. Das gilt vor allem für die Torwartposition. Dort hatten sie bisher mit Benjamin von Petersdorff nur eine bayernligareife Besetzung, doch nun kam mit dem Spanier David Docampo vom Absteiger TSV Allach eine gleichwertige Alternative hinzu. Der Rückraum war dagegen schon immer stark besetzt. Zwischen Linkshänder Lukas Aigner auf der rechten Seite und Toptorjäger Fabian Abstreiter auf der linken findet Spielmacher Peter Haggenmüller meist einen sehr guten Mittelweg zwischen eigenem Abschluss und der Vorbereitung für die Nebenleute. Die wohl gefährlichste Friedberger Waffe ist jedoch der Gegenstoß. Besonders mit Rechtsaußen Felix Augner hat Haspo schon schlechte Erfahrungen gemacht, weil er jeden unvorbereiteten Abschluss oder technischen Fehler mit einem Kontertor bestrafen kann.

Zwei Spielmacher fallen aus

Bei Haspo haben sich die Voraussetzungen für die neuen Trainer Marc Brückner und Michael Werner stärker verändert. Mit den Abgängen von Michael Neumaier, Moritz Beck und Sebastian Schmidt mussten sie den Verlust der drei besten Torschützen der vergangenen Saison hinnehmen. Außerdem fallen mit Neuzugang Ralph Weiß (Kreuzbandriss) und Spielmacher Tim Herrmannsdörfer (Syndesmosebandriss) zwei wichtige Spieler langfristig aus. In den ersten beiden Saisonspielen wird Haspo auch noch ohne den privat verhinderten neuen Spielmacher Robin Rahn auskommen müssen, so dass in der Rückraummitte wohl der erst 18-jährige Yannik Meyer-Siebert stark gefordert sein wird. Trotzdem sieht Michael Werner aber keinen Grund, Trübsal zu blasen: „Natürlich sind wir personell derzeit nicht auf Rosen gebettet. Aber wir wissen, was wir können, und wir wissen, wie wir erfolgreich sein können. Wichtig ist nur, dass wir uns an unseren Plan halten. Dann haben wir gegen jede Mannschaft eine Siegchance.“

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