Haspo gelingt Remis beim Spitzenreiter

Der Ausgleich gelang den Gästen dabei in buchstäblich letzter Sekunde. Bei einer Restspielzeit von 17 Sekunden waren die Coburger durch den überragenden und oft auch mit einer Portion Glück treffenden Johan Andersson in Führung gegangen, und den letzten Bayreuther Angriff stoppten die routinierten Coburger zwar auf Kosten einer Zeitstrafe, aber nicht auf Kosten eines Siebenmeters. So gab es vier Sekunden vor dem Ende nur noch einen Freiwurf für Haspo. Die einheimische Abwehr stürzte sich dabei regelrecht auf den bis dahin so treffsicheren Michael Neumaier, doch der legte ab zu Sebastian Schmidt am Kreis, und der krönte seine starke Leistung mit dem umjubelten Ausgleich.

Nicht ein einziges Mal in Führung

Auch wenn die Bayreuther im ganzen Spiel nicht ein einziges Mal in Führung gelegen hatten, war ihr Teilerfolg keineswegs unverdient. „Ich bin voll des Lobes, man kann diese Leistung gar nicht hoch genug bewerten“, sagte Haspo-Trainer Mathias Bracher. „Das war ein sauschweres Spiel gegen eine extrem erfahrene Mannschaft. Mitte der zweiten Halbzeit wirkte der Gegner so stark, dass das Spiel vom Gefühl her schon fast verloren schien. Meine Truppe hat aber weiter gefightet und dabei auch noch richtig guten Handball gespielt.“

Der Coach bezieht sich dabei vor allem auf die Phase, als der ständige Rückstand zwischen einem und drei Toren über 14:18 auf 15:20 angewachsen war (44.). Mit einer Auszeit gab Bracher selbst in diesem Moment einen Impuls für eine Trendwende, denn vor allem mit deutlich verbesserter Abwehrarbeit kämpfte sich sein Team danach auf 22:22 heran. Vom 26:26 an glichen die Gäste dann jeden weiteren Rückstand aus, weil sie insgesamt ihre Chancen in der zweiten Halbzeit hochprozentig verwerteten. Wichtig war dabei die makellose Trefferquote von Neumaier bei den häufiger werdenden Siebenmetern. Dabei kam es den Gästen entgegen, dass den ansonsten komplett angetretenen Coburgern (Karapetjan 8/2) ihr zweitligaerfahrener Torwart Haward Martinsen fehlte. So hatten die Bayreuther im Vergleich der Torhüter deutliche Vorteile. Unter anderem parierte der eingewechselte Hannes Lehnard vier Minuten vor Schluss beim 25:26-Rückstand einen wichtigen Strafwurf.

Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard – Schalk, Herrmannsdörfer (1), Neumaier (12/8), Tscheuschner, Hauenstein, S. Berghammer (3), Hoffmanns (3), Schmidt (4), Beck (2), Woitaschik, Saborowski (3), Schreibelmayer (1).

Nicht bewertet

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