Haspo-Gast mit einem Ex-Bayreuther

Der SV Anzing hat sich nicht nur spielerisch in der Bayernliga etabliert, sondern verfügt seit Saisonbeginn über eine vereinseigene Halle, die mit regelmäßig über 500 Zuschauern zu den stimmungsvollsten der Liga zählt. Wohl auch deswegen hat das Überraschungsteam erst einmal zu Hause verloren, und auch dabei bot es dem klar favorisierten HC Erlangen II (21:26) bis in die Schlussphase Paroli. Gegen den ansonsten verlustpunktfreien Tabellenführer HSC Coburg II gelang den Anzinger Löwen sogar ein 30:29-Sieg. Auswärts glückte dagegen erst ein Erfolg, und zwar beim Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck II mit 33:26.

Ruckdäschel lenkt das Überraschungsteam

Großen Anteil am Aufschwung in Anzing hat ein Ex-Bayreuther. Vor der Saison wechselte Julian Ruckdäschel vom TSV Unterhaching zum Nachbarrivalen im Großraum München und blüht seither wieder auf. Der kleine, aber wieselflinke Spielmacher gehört nicht nur mit 31 Treffern zu den 20 besten Torschützen der Bayernliga, sondern bereitet durch sein druckvolles Spiel regelmäßig Tore seiner Nebenleute vor. Davon profitieren besonders Marinus Limbrunner am Kreis und Jonathan Limbrunner im linken Rückraum. Die Brüder sind neben Ruckdäschel die erfolgreichsten Torschützen im Team, wobei Marinus mit 51 Toren sogar Dritter unter allen Torjägern der Liga ist. Enorm durchschlagskräftig ist außerdem Max Haberthaler, der auf allen Rückraumpositionen flexibel einsetzbar ist und in der Haspo-Abwehr schon in der vergangenen Saison einige Probleme auslöste.

Trotzdem wollen die Bayreuther nach dem starken, aber erfolglosen Auftritt in Waldbüttelbrunn (26:28) ihren Aufwärtstrend nun endlich auch auf dem Punktekonto zum Ausdruck bringen. „Wir haben schon letzte Woche gut gespielt, standen uns letztlich aber selbst im Weg. Gegen Anzing brennen wir jetzt umso mehr auf die Punkte“, bringt Linksaußen Moritz Beck die Stimmung auf den Punkt. Immerhin hat Haspo bewiesen, dass sich der Ausfall von Leistungsträger Marius Hümpfer (Fingerbruch) im Kollektiv kompensieren lässt. Darauf kommt es für Haspo-Trainer Mathias Bracher auch diesmal an: „Nur wenn wir es schaffen, gerade in der Abwehr füreinander zu kämpfen, haben wir gegen die druckvolle Rückraumreihe der Anzinger eine Chance.“ Der zuletzt verhinderte Rechtsaußen Matthäus Woitaschik hat sich zurück gemeldet, und auch Linksaußen Steffen Berghammer hofft auf den ersten Einsatz nach seiner Verletzung.

Nicht bewertet

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