Haspo-Gast mit Bundesliga-Erfahrung

Immerhin drei Spielerinnen aus dem aktuellen Kader waren schon beim zweijährigen Erstliga-Gastspiel der Hauptstädterinnen dabei, das neben der vereinsinternen Konkurrenz der männlichen Vereinsweltmeister offenbar wirtschaftlich nicht tragfähig war und nach der vergangenen Saison als Tabellenzehnter mit dem freiwilligen Rückzug zu Ende ging. Die Rückraumspielerinnen Anna Blödorn und Anna Eber waren die einzigen, die sich mit dem sportlichen Abstieg auf das Niveau der bisherigen zweiten Mannschaft einverstanden erklärten, und nun ist noch Alexandra Sviridenko dazu gekommen. Die Spielmacherin mit weißrussischen Wurzeln hatte ihre Laufbahn nach zehn Jahren im Füchse-Trikot eigentlich beendet, vertritt nun aber Sophie Mrozinski, die aus beruflichen Gründen bis Anfang Dezember nicht verfügbar ist. Zum Einstand trug Sviridenko gleich fünf Treffer zum deutlichen 32:21-Sieg im Lokalderby gegen den Berliner TSC bei.

"Kräfteverhältnisse sind eindeutig"

Folglich sieht Haspo-Trainer Mario Malovetz seine Mannschaft einmal mehr vor einer großen Aufgabe: „Die Kräfteverhältnisse sind eindeutig.“ Insbesondere Anna Blödorn lasse das Bundesliga-Niveau erkennen: „Der Rückraum der Füchse ist generell stark, aber vor allem die linke Seite ist für die Liga schon sehr, sehr gut besetzt.“ Zusätzliches Kopfzerbrechen bereiten ihm die Fußverletzung von Theresa Stöcker („Das wird ein paar Wochen dauern.“) und die angeschlagene Gesundheit mehrerer Spielerinnen, die mit dem Training aussetzen mussten und wohl auch am Wochenende noch nicht wieder hundertprozentig fit sein dürften.

Heimpremiere für zwei Neuzugänge

Nur auf einer Position hat der Coach ein ungewohntes „Luxusproblem“: Da ebenso wie die neue Spielmacherin Tamara Glowienka auch Torwart-Neuzugang Klara Benz vor ihrer Heimpremiere steht, hat Malovetz die Wahl zwischen drei Torhüterinnen. Der Einsatz des kompletten Trios sei dabei keine Option: „Wir brauchen alle zwölf möglichen Feldspielerinnen schon allein wegen des Laufpensums, das in der Liga verlangt wird.“

Keine Sorgen macht sich der Haspo-Trainer dagegen um die Moral seines Teams: „Wir wissen, dass unsere Spiele noch kommen. Bis dahin heißt es zusammenzuhalten, und das macht die Mannschaft sehr gut.“ Zudem seien die Vergleiche mit den Favoriten lehrreich: „Wir haben bisher aus jedem Spiel etwas Positives mitgenommen“.

Nicht bewertet

Anzeige