Haspo-Gast kommt mit Abstiegssorgen

Die Gäste kommen mit großen Abstiegssorgen. Dabei könnte der Kampf um den Klassenerhalt schon entschieden sein, denn HC Sulzbach-Rosenberg und TSV Niederraunau haben mit nur drei bzw. vier Punkten auf den letzten beiden Plätzen schon jetzt keine Chance mehr, die beiden regulären Abstiegsplätze zu verlassen. Der aktuelle zwölfte Platz des VfL Günzburg reicht allerdings nur zur Rettung, wenn kein bayerischer Verein aus der 3. Liga absteigt. Nach aktuellem Stand wäre das der Fall, doch HSC Coburg II belegt den rettenden 13. Platz der Gruppe Ost lediglich aufgrund der besseren Tordifferenz vor der punktgleichen SG LVB Leipzig.

Somit kann sich der VfL Günzburg nicht auf Schützenhilfe verlassen und wird entsprechend darum kämpfen, die aktuell um vier Punkte besseren TSV Lohr (11.) und TSV Unterhaching (10.) anzugreifen. Was dem schwäbischen Aufsteiger dabei zuzutrauen ist, zeigte er zuletzt mit einem 26:26 beim nunmehr schon seit neun Spielen ungeschlagenen TSV Haunstetten (5.).

Im Hinspiel viel Mühe mit dem Kreisläufer

Großen Anteil an dieser Überraschung hatte einmal mehr Kreisläufer Daniel Jäger, der nicht nur in diesem Spiel fünf Tore warf, sondern auch allgemein mit 77 Treffern die interne Torschützenliste des VfL anführt. „Das Günzburger Spiel über ihren starken Kreisläufer ist wirklich gut und muss von uns deutlich besser verteidigt werden, als noch im Hinspiel“, betont Haspo-Trainer Marc Brückner. Tatsächlich bereitete Daniel Jäger der Bayreuther Abwehr im Hinspiel große Probleme und netzte sogar gleich elf Mal ein. Allerdings gewann Haspo trotzdem mit 37:31. Doch auch der Günzburger Rückraum ist nicht zu unterschätzen. Michael Jahn auf der linken Seite und Pascal Buck auf der rechten warfen im Hinspiel zusammen acht Tore.

Im eigenen Angriff muss sich Haspo auf eine meist offensiv ausgerichtete 3:2:1-Abwehr einstellen. Dabei wird deutlich mehr Geduld nötig sein, als in den vergangenen Spielen gegen Anzing und Landshut. „Wir haben zuletzt unglaublich viele Fehlwürfe und technische Fehler produziert“, legt Brückner den Finger in die Wunde, ist sich aber auch sicher: „Das können wir deutlich besser, aber dafür brauchen wir eine höhere Konzentration und viel mehr Geduld.“ So geht es für die Bayreuther vor allem darum, die eigene Fehlerquote wieder zu senken. Sonst könnte es schwer werden, der Favoritenrolle gerecht zu werden.

Nicht bewertet

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