Haspo: Drei Heimspiele, drei Siege?

Der TV Erlangen-Bruck gilt als launische Diva und kann deshalb weder an seinem Tabellenplatz noch an vergangenen Ergebnissen gemessen werden. Regelmäßig wechseln sich bei ihm nämlich richtig starke Auftritte mit unerklärlichen spielerischen Einbrüchen ab.

Am vergangenen Wochenende zeigte sich der TV beim 34:23 (17:7)-Heimsieg gegen den Aufsteiger VfL Günzburg (12.) zwar von seiner besseren Seite, hatte allerdings aus der Vorwoche einmal mehr etwas gutzumachen: Bei der derzeit bärenstarken TG Landshut waren die Mittelfranken beim 21:33-Auswärtsdebakel nämlich vollkommen chancenlos gewesen.

71 Tore im Hinspiel

In dieses Bild passt auch das Hinspiel gegen Bayreuth, das Haspo nach 60 abwechslungsreichen Minuten mit 37:34 für sich entscheiden konnte. Dabei durchlebte der Gastgeber in Erlangen ein Wechselbad der Gefühle: In den ersten 30 Minuten dominierte der TV, führte über 15:7 zur Halbzeit (22:16) immer noch komfortabel. Im zweiten Durchgang warf Haspo neun Tore in Folge und wendete das Blatt noch.

„So einen Spielverlauf wird es nicht jede Woche geben“, weiß aber auch Haspo-Trainer Marc Brückner, der vor dem kommenden Gast warnt: „Wir dürfen uns keinesfalls erneut eine so schwache erste Halbzeit leisten, zumal Erlangen-Bruck womöglich noch jeden Punkt benötigen könnte.“

Punktabzug droht

Damit spricht Brückner den immer noch nicht sicheren Punktabzug für die Mittelfranken an, die der Verband wegen des Einsatzes eines offensichtlich nicht spielberechtigten Spielers in Erwägung zieht. Davon betroffen sind die ersten acht Saisonspiele, in denen der TV immerhin acht Punkte holte, Sollten der Mannschaft von Trainer Ben Ljevar diese Punkte abgezogen werden, würde man sich im Abstiegskampf der Bayernliga wiederfinden.

So oder so dürfte der Klassenerhalt angesichts der individuellen Klasse des Kaders aber nicht in Gefahr geraten. Rückraumspieler Steffan Meyer, der mit 65 Saisontoren auch bester Torschütze seiner Mannschaft ist, und Spielmacher Phillip Hirning sprühen nur so vor Tatendrang, Ex-Bundesligaspieler Bastian Krämer sorgt nicht nur am gegnerischen Kreis für Qualität, sondern festigt auch die in der letzten Saison noch so löchrige Abwehr.

Coach Brückner: Kampf annehmen

Trainer Brückner, der verletzungsbedingt erneut auf einen sehr jungen Kader setzen wird, prophezeit deshalb: „Es wird ein intensives Spiel gegen einen Gegner, der uns bis zur Schlusssirene alles abverlangen wird. Nur wenn wir den Kampf wieder annehmen, werden wir erneut erfolgreich sein.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Brückner; S. Berghammer, Goeritz, Luckhardt, Meyer-Siebert, Herrmannsdörfer, Rahn, Nicola, Saborowski, Baldauf, Schalk, Y. Berghammer, Tscheuschner.

berg

Nicht bewertet

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