Haspo-Damen zum Abschied beim Meister

Trotzdem sind allein schon durch die deutliche 16:28-Hinspielniederlage die Rollen immer noch klar verteilt. Statt der Möglichkeit, die punktgleiche HG Zirndorf vom vorletzten Platz zu verdrängen, sollte für Haspo erst einmal ein respektables Ergebnis das Ziel sein. „Es wäre für meine Mannschaft natürlich ein unfassbar versöhnlicher Abschluss unter einer nicht immer ganz einfachen Saison“, sagt Trainerin Michaela Lehnert. „Aber das ist natürlich eine Mammutaufgabe für uns. Zu sagen, dass wir da hinfahren um zu gewinnen, wäre absolut vermessen.“

Die nordhessischen Gastgeber haben ein außergewöhnlich treffsicheres Trio in ihren Reihen, das auch in der ligaweiten Torschützenliste auf den Spitzenplätzen rangiert. Bibiana Huck (99 Tore) im rechten Rückraum und Linksaußen Lena Dietrich (92) profitieren oft von der Vorarbeit des Dreh- und Angelpunkts im Rückraum, Melina Horn (101).

Starke Fritzlarer Abwehr

Im Hinspiel erzielten diese drei Spielerinnen 15 der 28 Tore. Außerdem kann Fritzlar eine Abwehrbilanz mit 458 Gegentoren vorweisen, die nur vom Tabellenführer Füchse Berlin übertroffen wird. Auch die aktuelle Form des Favoriten kann sich sehen lassen, denn er hat von den letzten sieben Spielen sechs gewonnen, und zwar zum Teil überdeutlich.

Trotz allem setzt Michaela Lehnert noch einmal auf Moral und Kampfgeist ihres Teams, die der letzte Sieg gegen Bad Salzuflen (26:21) bewiesen hat. Zudem besteht Hoffnung auf den Einsatz von Loraine Hellriegel, die dabei krankheitsbedingt gefehlt hat.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06