Haspo-Damen vom 11:17 zum 25:22-Sieg

Beim 11:17-Rückstand hatte kaum noch etwas für die Bayreutherinnen gesprochen, doch dann legten sie in den verbleibenden 25 Minuten einen imponierenden 14:5-Lauf hin und gewannen mit 25:22. „Am Anfang haben wir viel falsch gemacht, am Ende dafür aber umso mehr richtig“, freute sich Haspo-Trainer Thomas Hankel.

Zunächst nahm die Partie genau den Verlauf, den die Bayreutherinnen hatten verhindern wollen: Schwacher Abschluss gab den Gästen oft die Gelegenheit, ihre herausragende frühere Juniorennationalspielerin Michelle Dürrwald aus dem Tempo heraus in Szene zu setzen. Einen ersten kleinen Fortschritt bewirkte nach dem 3:8 der Verzicht auf die regelmäßige Auswechslung zwischen Angriff und Abwehr und die Umstellung der Deckung auf 6:0-Formation. Damit gelang es häufiger, den Gegner an den Rand des Zeitspiels zu zwingen, doch wiederholt kassierte Haspo dann doch noch ärgerliche Gegentore. Zudem mangelte es an Durchschlagskraft im Angriff, um den Rückstand nachhaltig verkürzen zu können.

Wende mit fünf Toren in Folge

Auf Dauer bewährte sich aber die Marschroute, hauptsächlich die Abwehr zu stärken. Die technischen Fehler häuften sich bei den auch konditionell angeschlagen wirkenden Frankfurterinnen im gleichen Maße, wie sie im Haspo-Team eingedämmt wurden. Ähnlich verschoben sich die Vorteile im Vergleich der Torhüterinnen zu Bayreuther Gunsten. Da die daraus resultierenden Konterchancen zudem viel besser genutzt wurden als zu Beginn, gelang eine Wende mit fünf Toren in Folge zum 21:19. Diesen Vorsprung brachte Haspo mit geringer Fehlerquote sogar recht sicher ins Ziel.

„Die Moral meiner Mannschaft ist hundertprozentig intakt, und sie hat weiter alles selbst in der Hand“, war die wichtigste Erkenntnis für Haspo-Trainer Hankel. Nur das kuriose Tabellenbild ärgert ihn: „In jeder anderen Drittligastaffel wären wir mit unseren 14 Punkten schon sorgenfrei.“

Statistik

Haspo Bayreuth: Ebersberger, Bauer – Mergner (1), Hellriegel (2), Lehnert (2), Lindner, Kerling, Hall (4), Fischer (2), Mustafic, Lichtscheidel (4), Körber (4/2), Koppold (5), Küffner (1).

Frankfurter HC: Silva Alfonso, Schneider – Ludewig, A. Zacharias (3), B. Zacharias (1), Mudri, Groke, Weier, Dürrwald (8), Kelm (2/1), Müller (5), Genilke (3/2), Zierke.

SR: Jakob/Kuss (Erfurt/Vieselbach); Strafminuten: Bayreuth 6, Frankfurt 2.

Stationen: 0:3 (4.), 2:6 (10.), 3:8 (12.), 6:9 (19.), 8:13 (26.). 11:14 (32.), 11:17 (36.), 14:17 (39.), 16:19 (45.), 21:19 (50.), 24:21 (58.), 25:22 (Ende).

5 (2 Stimmen)

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