Haspo-Damen unterliegen Schlusslicht Halle

Bereits vor dem Spiel hatten die Bayreutherinnen zwei Hiobsbotschaften zu verkraften: Loraine Hellriegel fiel erkrankt aus, und im Abschlusstraining hatte sich Spielmacherin Sonja Körber verletzt, sie konnte im Kellerduell ebenfalls nicht eingesetzt werden. Allerdings wurde sie von Lene Kerling gut vertreten.

Die Niederlage hatte andere Gründe: In der Defensive fehlte zunächst die Aggressivität. Immer wieder kam der wurfstarke Gästerückraum zu einfachen Toren. Hatte sich Haspo dann den Ball erkämpft, gab man ihn überhastet wieder her. Zwar konnte Bayreuth mehrfach ausgleichen, doch eine eigene Führung wollte außer beim 4:3 (7.) und 6:5 (16.) nicht gelingen. Stattdessen nutzte es Halle aus, dass die Haspo-Damen einige gute Möglichkeiten (darunter drei Siebenmeter) liegen ließen, und erhöhte den Vorsprung noch vor der Pause auf vier Treffer.

Hoffnung nach dem Seitenwechsel

Etwas Hoffnung keimte kurz nach dem Seitenwechsel auf, als die Schiedsrichter HSG-Kreisläuferin Edda Sommer – eine wichtige Defensivkraft – nach einem Foul an Michaela Lehnert mit Rot vom Feld schickten. Doch die Bayreutherinnen kamen in Überzahl nur einmal in Ballbesitz und schafften nur das 11:13. In der Folge leisteten sie sich gegen die nun geschwächte Gästeabwehr einige unvorbereitete Würfe und ließen Halle erneut auf 11:15 davonziehen.

Nun übernahmen Jana Lichtscheidel und Kim Koppold viel Verantwortung, sie brachten Haspo beim 14:16 (40.) wieder in Schlagdistanz. Doch die Aufholjagd fand ein rasches Ende, da die Heimmannschaft in den letzten 20 Minuten fünf Zeitstrafen absitzen musste. Halle nutzt diesen Vorteil konsequent. Näher als auf vier Treffer kam Haspo in beständiger Unterzahl nicht mehr heran. Erst als Halle in der 59. Spielminute seine erste Zeitstrafe erhielt, gelang es, auf drei Tore zu verkürzen.

"Möglichkeiten zu punkten, werden weniger"

„Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen ist dadurch zwar nicht größer geworden, aber eben auch nicht kleiner. Und die Möglichkeiten zu punkten, werden weniger“, sagte Haspo-Trainer Thomas Hankel. „Zudem scheinen unsere Gegner bereits eine bessere Einstellung zum Abstiegskampf gefunden zu haben als wir.“

Nicht bewertet

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