Haspo-Damen reisen zum Titelanwärter

Die Gastgeberinnen haben im bisherigen Saisonverlauf sehr deutlich gemacht, dass ihr einjähriges Gastspiel in der 2. Bundesliga kein einmaliges Ereignis bleiben soll. Zehn Spieltage lang waren sie verlustpunktfrei geblieben, wobei sie ihre Gegner mit einer durchschnittlichen Differenz von gut zwölf Toren abgefertigt hatten. Der Siegeszug endete erst zum Abschluss der Vorrunde beim Ex-Erstligisten Füchse Berlin mit 28:31.

Alle übrigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Meisterschaft erst beim zweiten Gipfeltreffen dieser beiden herausragenden Favoriten am letzten Spieltag entschieden wird. Vom ansonsten ebenfalls noch verlustpunktfreien Tabellendritten MTV Altlandsberg hat sich die SG Kirchhof im direkten Vergleich mit 38:26 sogar noch viel deutlicher abgesetzt, als die Berlinerinnen (25:20). Überraschend ist das freilich nicht, denn die SG Kirchhof hat neben Stammspielerinnen aus dem letztjährigen Zweitliga-Kader (Christin Kühlborn, Kim Chiara Mai) nicht weniger als sechs Ausländerinnen im Team: drei aus Dänemark, zwei aus den Niederlanden, eine aus Kroatien.

Ohne Erfolgsdruck

Für Haspo Bayreuth hat diese Ausgangslage aber auch Vorteile. Durch die Verlegung des Heimspiels gegen HC Leipzig II auf 31. Januar beginnt die Rückrunde nun nämlich nicht gleich unter Erfolgsdruck, sondern gewissermaßen erst einmal mit einem Testspiel auf Spitzenniveau. Abgesehen von der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr haben die Bayreutherinnen die Feiertagspause zu intensivem Training genutzt, um nun noch einmal einen richtigen Anlauf nehmen zu können.

„Vor Weihnachten haben wir an der Kondition gearbeitet, in den letzten beiden Wochen dann an neuen taktischen Elementen, vor allem in der Abwehr“, erklärt Trainer Yannick Berghammer, der während des mehrmonatigen Auslandsaufenthalts von Michaela Lehnert die alleinige Verantwortung trägt (unterstützt von Vater Andreas). „Alle haben sehr gut mitgezogen, auch bei der weniger erfreulichen Konditionsarbeit.“ Jetzt hoffe er, dass sich das Team dafür mit einer Leistung belohnt, die Selbstvertrauen gibt: „Wir dürfen uns nicht runter ziehen lassen, wenn etwas nicht klappt.“ Schon ein Ergebnis wie im Hinspiel (20:32) wäre nicht so schlecht, denn diese Tordifferenz entspricht schließlich genau dem Durchschnitt der SG Kirchhof.

Nicht bewertet

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