Haspo-Damen müssen zum Spitzenreiter

Angesichts dieses Programms hätte ein Sieg zuletzt gegen Blomberg gut getan. Doch statt nun als Dritter zu einem Spitzenspiel zu fahren, bewies die vergangene Partie erneut eindrucksvoll, wie dicht gedrängt die Oststaffel der 3. Liga in diesem Jahr ist. Und wie viel dabei von der Tagesform abhängt.

„Wir konnten gegen Blomberg nicht unser Optimum abrufen“, blickt Haspo-Coach Thomas Hankel auf eine Vielzahl von technischen Fehlern zurück, die am Ende verantwortlich waren für die ebenso knappe wie unnötige 20:21-Niederlage gegen die Bundesliga-Reserve. Sowie für den „Absturz“ auf Rang acht. Der Abstand auf die Abstiegsränge ist zwar unverändert, beträgt aber nur drei Punkte.

Schwierige Trainingswoche

Da kommt es sehr ungelegen, dass die Trainingswoche erneut vor allem durch Krankheiten kaum zu einer konzentrierten Vorbereitung genutzt werden konnte. Selbst bei komplettem Kader und idealer Vorbereitung wäre das Gastspiel beim Tabellenführer schon eine große Herausforderung. Nun ist die Favoritenrolle noch klarer verteilt.

Nach dem beinahe Ausrutscher in der Vorsaison, als der Abstieg nur in der Relegation vermieden werden konnte, treibt der MTV in diesem Jahr wieder nachhaltig die Rückkehr in die 2. Bundesliga voran und hat dafür personell gewaltig aufgestockt. Neben den Verstärkungen aus Polen und vom nahe gelegenen Zweitligisten Rödertal ist es vor allem Torjägerin Sophie Lütke, die mit 47 Treffern auf Platz drei der Torschützenliste liegt, zu verdanken, dass die Berliner Vorstädterinnen lange unangefochten auf Platz eins zu finden waren.

Mittlerweile haben zwar Leipzig und Osterode – zwei Teams, gegen die die Haspo-Damen unentschieden gespielt haben – bewiesen, dass auch der Tabellenführer schlagbar ist, doch der ist bereits vor Wochenfrist mit einem Sieg im Stadtderby gegen den Berliner TSC in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Soll Haspo letzteres ausgerechnet beim Spitzenreiter gelingen, muss schon vieles richtig gut laufen. „Vor allem muss die Fehlerzahl deutlich reduziert werden“, unterstreicht Hankel, dass „wir uns ausschließlich auf uns konzentrieren“. Kämpferisch konnte er seinem Team auch vor Wochenfrist keinen Vorwurf machen.

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