Haspo-Damen haben harte Nuss zu knacken

Kleinigkeiten sind es bislang, die beim neuformierten Bayreuther Team den Unterschied ausmachen zwischen Sieg und Niederlage: Ungenaue Pässe, überhastete Abschlüsse. Alles Dinge, die mit entsprechendem Trainingsaufwand abzustellen wären.

Genau da liegt derzeit der Unterschied zwischen dem reinen Amateurteam Haspo, das berufsbedingt immer wieder auf Spielerinnen im Training verzichten muss, und ihren Gegnern, die wahlweise mit bundesweit gecasteten Nachwuchstalenten oder (Halb-)Profis anreisen.

Auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer

„Wir müssen mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Leidenschaft kompensieren, was andere an Qualität einkaufen oder an zusätzlichem Trainingsaufwand betreiben können“, beschreibt Haspo-Trainer Thomas Hankel den beschwerlichen Weg, mit dem sein Team nach einer tollen letzten Saison nun erneut auf Augenhöhe selbst mit Tabellenführer Altlandsberg spielt, dem man in der Vorwoche nur sehr unglücklich unterlegen war.

Will man nun gegen Bad Salzuflen, das vor Wochenfrist noch auf Platz zwei rangierte, bestehen, muss folglich wieder etwas mehr zusammenpassen. Denn die Gäste reisen mit einem enorm wurfstarken Rückraum nach Bayreuth: Alle drei Akteurinnen finden sich derzeit unter den Top Ten der Torschützenliste.

Angeführt von Toptorjägerin Kathrin Hill (62/17) folgt die ehemalige ukrainische Champions-League-Spielerin Kateryna Lippert (46 Tore/5.) und Nina Jacobkersting (44 Tore/8.). Zudem stehen einige weitere erfahrene Kräfte, die teils bereits in der Bundesliga aktiv waren, im Kader.

Star sitzt auf der Bank

Der eigentliche Star des Teams sitzt allerdings auf der Bank: Handball Bad Salzuflen wird seit dieser Saison von Mike Bezdicek trainiert. Der 86-fache deutsche Nationalspieler hat unter anderem an den olympischen Spielen 2000 in Sydney teilgenommen.

Um diese sicherlich harte Nuss zu knacken und den Abstand auf die Abstiegsränge – derzeit zwei Punkte – wieder zu vergrößern, muss die Defensive ähnlich kompakt agieren wie gegen den Tabellenführer. Im Angriff hingegen „müssen wir cleverer werden“, hofft Hankel auf eine weitere Reduzierung der Fehlerzahl, damit diesmal der Einsatz endlich auch wieder in der Schlussminute belohnt wird.

Nicht bewertet

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