Haspo-Damen glänzen mit 39 Auswärtstoren

Mit einer umgestellten Abwehr (teils durch personelle Ausfälle erzwungen) und dem starken Rückhalt von Torhüterin Martina Ebersberger gelang den Bayreutherinnen ein verblüffender Blitzstart zum 5:0. Diese Führung verteidigten sie dann auch recht sicher bis zur Pause. In Bedrängnis gerieten die Gäste erst in der zweiten Hälfte, als die jungen Leipzigerinnen den Haspo-Angriff effektiver störten und damit ihr bevorzugtes Tempospiel in Schwung brachten.

Beim 18:18, 20:20 und 24:24 drohte eine Wende, doch die Bayreutherinnen überstanden diese kritischen Phasen recht nervenstark. Gerade die herausragende Jana Lichtscheidel zeigte sich in wichtigen Phasen besonders treffsicher. Mindestens ebenso bemerkenswert war aber die mannschaftliche Geschlossenheit. Als Michaela Lehnert nach einem Sturz auf den Rücken angeschlagen war, wurde sie von Elena Kerling mit deren wohl bester Leistung im Haspo-Trikot vertreten – und als Kerling ihrerseits behandelt werden musste, knüpfte Lehnert wieder an. Am Ende war die nur in der Abwehr eingesetzte Laura Fischer die einzige Bayreuther Feldspielerin, die kein Tor erzielt hatte.

Entsprechend zufrieden war Haspo-Trainer Thomas Hankel: „Die letzten Spiele hatten eine Tendenz befürchten lassen, die jetzt erst einmal gestoppt wurde. Meine Mannschaft hat gezeigt, dass mit ihr weiterhin zu rechnen ist.“

Statistik

HC Leipzig II: Laneus, Detjen, Ihle – Guderian (8), Paluszkiewicz, Wischeropp (1), Reißberg (4), Ansorge, Funke (7/7), Kreibich (3), Theilig (4), Hurst (2), Smolik (1), Zücker.

Haspo Bayreuth: Ebersberger, Bauer – Mergner (2), Lehnert (3), Lindner (1), Kerling (2), Hall (3), Fischer, Mustafic (2), Lichtscheidel (12/1), Körber (4), Friedrich (4), Stöcker (1), Küffner (5).

SR: Friedel, Herrmann (Aue); Strafminuten: Leipzig 4, Bayreuth 4.

Stationen: 0:5 (8.), 5:7 (14.), 5:11 (19.), 10:13 (25.), 11:16 (27.), 15:18 (32.), 18:18 (35.), 20:22 (37.), 24:24 (41.), 25:31 (48.), 28:37 (55.), 30:39 (Ende).

Nicht bewertet

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