Haspo-Damen gegen Osterode harmlos

Von Anfang an machten sich die Bayreutherinnen selbst das Leben schwer. Weder vorne noch hinten fanden sie so richtig zu ihrem Spiel. Lediglich der starken Leistung von Torhüterin Martina Ebersberger im ersten Durchgang war es zu verdanken, dass sie nicht weiter als vier Tore in Rückstand gerieten und noch vor der Pause wieder auf 8:10 herankamen. Bei der Vielzahl an individuellen Fehlern sowohl in der Offensive als auch in der Defensive hätte sich Haspo auch über einen höheren Rückstand nicht beschweren können.

Fehlerzahl zu hoch

Doch kaum waren die Seiten gewechselt, zogen die Gäste erneut davon. Sie profitierten dabei trotz Unterzahl von Unkonzentrierten im Abschluss bei den Haspo-Damen und hatten auch Glück bei einigen Abprallern. Beim 8:13 betrug der Abstand erstmals fünf Tore. Zwar konnte Haspo kurzzeitig noch einmal auf 10:13 verkürzen, doch blieb die Zahl der eigenen Fehler schlicht auch in der Folge zu hoch. Spätestens beim 12:20 (49.) war eine Vorentscheidung gefallen.

Erst danach gelang endlich eine Steigerung vor allem bei der Abwehrarbeit, die den Gegner mehrfach an den Rand des Zeitspiels brachte. Die blieb jedoch unbelohnt, weil nun die Torhüterinnen kaum noch eine Hand an den Ball bekamen. Angetrieben von Jana Lichtscheidel, die ihr bislang bestes Spiel im Haspo-Trikot absolvierte, kam Haspo trotzdem auf 21:25 heran, aber für eine Wende war es da schon viel zu spät. Ein Lichtblick war Nachwuchstalent Sara Mustafic am Kreis, die ihre Einsatzzeit in dieser Phase überzeugend nutzte.

Zwar ist der Tabellenstand in der dicht gedrängten Liga immer noch längst nicht vorentscheidend, aber die Leistung lässt bei Trainer Thomas Hankel doch die Alarmglocken schrillen: „Wir waren heute zu oft einen Schritt langsamer als unsere Gegner. Wir müssen begreifen, dass wir mit unseren Trainingsvoraussetzungen intensiver arbeiten müssen als die anderen, wenn wir trotzdem mithalten wollen.“

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