Haspo-Damen Gastgeber im Kellerduell

Jedes Spiel ordnet die Tabelle wieder völlig neu, weil es eng zugeht wie selten zuvor in der 3. Liga. Der Tabellenführer wechselt immer wieder, aber auch die Positionen im Tabellenkeller werden regelmäßig durcheinander gewürfelt. Die Bayreutherinnen nehmen dabei eine besondere Rolle ein. „Nach Minuspunkten gerechnet sind wir vom ersten Platz genauso nur vier Punkte entfernt wie vom letzten“, unterstreicht Haspo-Trainer Thomas Hankel die kuriose Ausgangslage seines Teams vor der letzten Saisonphase. Dass es dennoch nicht für einen Platz im Mittelfeld reicht, liegt auch daran, dass die Haspo-Damen als einziges Team erst 14 Begegnungen ausgetragen haben. So ist das Aufeinandertreffen mit den Westfälinnen aus Halle auch das einzige Spiel des Wochenendes in der Ost-Staffel.

Sieg bedeutet Sprung auf Platz acht

Ein Sieg gegen das Schlusslicht wäre gleichbedeutend mit einem Sprung auf Platz acht und ist somit nahezu Pflicht, falls die Bayreutherinnen nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern wollen. Dass Haspo Halle beim 26:23-Hinspielsieg bis auf die Schlussphase gut im Griff hatte, kann nur bedingt als gutes Vorzeichen für das Rückspiel gelten. Denn mittlerweile hat Union-Coach Steffen Thiede seinen Kader noch einmal aufgerüstet und mit Talent Elisa Brügger verstärkt. Die 21-jährige hatte einen Traumeinstand, sie erzielte sechs Treffer zum Jahresauftakt gegen Leipzig und trug damit viel zum zu diesem Zeitpunkt überraschenden Erfolg bei. Zwischenzeitlich hat sie sich in der 3. Liga fast schon etabliert und ist mehr als eine Entlastung für ihre teils bundesligaerfahrenen Teamkolleginnen wie Jana Seegers oder Katrin Thiede. Die bisherigen Ergebnisse in diesem Jahr mit einem klaren Sieg gegen Bad Salzuflen und knappen Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Marienberg oder Altlandsberg belegen den deutlichen Aufwärtstrend Halles.

Etwas breiterer Kader zur Verfügung

Diesen wollen die Bayreutherinnen nun stoppen. Hoffnung macht dabei, dass im Vergleich zum letzten Unentschieden gegen Berlin – wieder ein breiterer Kader zur Verfügung steht. Zwar muss die erkrankte Loraine Hellriegel passen, dafür stehen mit Kim Koppold und Lene Kerling zwei wichtige Spielerinnen zur Verfügung.

„Wir können uns nicht darauf verlassen, dass andere Teams für uns spielen“, sagt Hankel. „Das müssen wir in allererster Linie selbst tun. Wir haben den Klassenerhalt weiter in der eigenen Hand.“

Nicht bewertet

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