Haspo-Damen fehlt es wieder an Konstanz

Der Spielverlauf bestätigte viele Eindrücke der letzten Wochen: Die Einstellung stimmt, gute spielerische Ansätze verfestigen sich, die Zahl der technischen Fehler geht zurück, aber auch das größte Problem bleibt unverändert: Es fehlt bei allen positiven Aspekten an Konstanz.

Diesmal war es der Fehlstart in beide Halbzeiten, der die Bayreutherinnen um ihre Möglichkeiten brachte. Allerdings trug zum 1:6-Rückstand nach nur acht Minuten auch eine Portion Pech bei. Die Haspo-Abwehr stand nämlich gar nicht schlecht, doch gleich mehrfach kamen die Gastgeberinnen in Bedrängnis noch mit glücklich springenden Bällen zum Erfolg.

Mit einer Sonderbewachung für die gefährlichste einheimische Rückraumspielerin, Nina Jacobkersting, kam Haspo dann besser ins Spiel. In zehn Minuten ohne Gegentor verkürzten die Gäste auf 4:6. Schon in dieser Phase war die Chancenverwertung nicht optimal, aber anschließend wurde dieser Aspekt sogar zum Problem Nummer eins. Bad Salzuflens Torhüterin Laura Sandmann bot zwar eine gute Leistung, aber oft war der Abschluss der Bayreutherinnen zu unkonzentriert.

Gute Moral nach hohem Rückstand

Als Haspo in der zweiten Hälfte gleich vier Gegentore in Folge zum 6:15 hinnehmen musste und später gar mit 10:20 in Rückstand geriet, musste man um die Moral der Bayreutherinnen fürchten. Sie antworteten jedoch mit tadelloser kämpferischer Einstellung, setzten auch spielerische Akzente und verdienten sich damit eine deutliche Resultatsverbesserung. Bemerkenswert war vor allem die Treffsicherheit von Mona Friedrich auf der für eine Rechtshänderin undankbaren Rechtsaußenposition.

Diese positiven Eindrücke stimmen Haspo-Trainerin Michaela Lehnert weiterhin zuversichtlich, dass der Aufwärtstrend früher oder später auch in Ergebnissen zum Ausdruck kommen wird: „Dass die Mannschaft nach dem enttäuschenden Start in die zweite Halbzeit nicht aufgegeben hat, war für uns kämpferisch wieder ein Schritt nach vorn.“

Handball Bad Salzuflen: Sandmann, Schwarz – Jorgensen (3), Reuschel (1), Homovics (1), Ilyes (1), Pallas (5/1), B. Jacobkersting (2), N. Jacobkersting (6), Reiche (3), Polenz (2).

Haspo Bayreuth: Bauer, Benz – Dörfler, Hellriegel (2/1), Brielmann (2), Kerling, Hall, Fischer (2), Lichtscheidel (5/2), Brahm (3), Friedrich (4).

SR: Bergmann/Lochner (Hamburg); Strafminuten: Bad Salzuflen 6, Bayreuth 8.

Stationen: 6:1 (8.), 6:4 (18.), 9:4 (25.), 11:6 (Halbzeit), 15:6 (33.), 20:10 (46.), 21:15 (55.), 24:18 (Ende).

Nicht bewertet

Anzeige