Haspo-Damen erwarten größten Favoriten

Dass sich die Hessinnen (aus einem Stadtteil von Melsungen) in der vergangenen Saison nicht in der 2. Bundesliga etablieren konnten und nach einjährigem Gastspiel als Schlusslicht mit 12:48 Punkten gleich wieder absteigen mussten, ist kein Gegenargument. Schließlich formierte man daraufhin sofort ein Team mit dem klaren Ziel des Wiederaufstiegs, wofür nicht weniger als fünf ausländische Spielerinnen neu verpflichtet wurden.

Internationale Neuzugänge mit Beruf "Handballspielerin"

Die 19-jährige Torhüterin Frederikke Siggaard, die in ihrer dänischen Heimat beim Spitzenclub FC Midtjylland ausgebildet wurde, gibt als Beruf ebenso „Handballspielerin“ an, wie die niederländische Junioren-Nationalspielerin Dionne Visser (ebenfalls 19) am Kreis und die kroatische Linkshänderin Diana Sabljak (24) im rechten Rückraum, die zuletzt für die Vulkan-Ladies Koblenz 91 Tore in der 2. Bundesliga erzielt hat. Im linken Rückraum spielt die niederländische Junioren-Nationalspielerin Danique Boonkamp und auf der Spielmacherposition die erfahrene Dänin Simone Larsen Poulsen (27), die schon in der Saison 2013/14 für die SG Kirchhof gespielt hat und in der vergangenen Saison sogar in der 1. Bundesliga für den Tabellenvierten SG Bietigheim aktiv war.

Höherklassige Erfahrung blieb auch in den eigenen Reihen aus der Vorsaison erhalten, und zwar durch Kim Chiara Mai (Außen und Kreis) und vor allem Linksaußen Christin Kühlborn, die mit 120 Feldtoren die zweitbeste Werferin beim Zweitliga-Gastspiel gewesen ist.

Haspo-Trainer: "Können etwas ausprobieren"

Diesen wohl ziemlich konkurrenzlosen Referenzen der Gäste gewinnt Haspo-Trainer Mario Malovetz aber auch eine positive Seite ab: „Das ist sicher keines der Spiele, die wir gewinnen müssen. Also ist es eine Gelegenheit, uns weiter zusammen zu finden und etwas zu probieren.“ Das Ergebnis dürfe man dabei aber nicht aus den Augen verlieren: „Es geht auch um die Selbstbestätigung der Mädels. Dafür müssen wir so gut wie möglich dagegen halten, um etwas Positives für uns herauszuholen.“

Beim Saisonstart in Leipzig, als der Coach erst seit einer Woche im Amt war, sei das trotz der 26:32-Niederlage durchaus gelungen: „Der Kampfeswille war absolut positiv. Aber ich habe eben noch immer nicht alles in meinem Team erkannt. Manches werden erst noch Extremsituationen zeigen.“ Viel verspricht sich Malovetz dabei von der Zusammenarbeit mit der langjährigen Haspo-Leistungsträgerin Michaela Lehnert als Co-Trainerin: „Wie das auf Anhieb geklappt hat, war schon klasse. So kann das gerne weiter gehen.“

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