Haspo-Damen erwarten den Meister

Im Haspo-Lager weckt diese Begegnung positive Erinnerungen an den Start in die vergangene Saison. Damals feierten die Bayreutherinnen einen 24:23-Sieg, der zu diesem Zeitpunkt zwar schon als Überraschung galt, aber erst später immer mehr als Sensation bewertet wurde. Schließlich hätte da noch niemand gedacht, dass Germania Fritzlar am Ende als Meister an der Tabellenspitze stehen würde.

Nachdem die Hessen aus wirtschaftlichen Gründen auf ihr Recht zum Aufstieg in die eingleisige 2. Bundesliga verzichtet hatten, können sie den letztjährigen Erfolg aber offenbar nicht wiederholen. Obwohl die erfolgreichsten Torschützinnen der vergangenen Saison immer noch dabei sind, Bibiana Huck (102/63) auf der rechten Seite und Melina Horn (86) auf der linken, liegen sie nach zehn Spielen mit ausgeglichenem Punktekonto nur im Mittelfeld. Noch mehr über den Abstand des Titelverteidigers zur aktuellen Spitzengruppe sagen aber die Ergebnisse in den direkten Vergleichen aus. Nicht nur bei den verlustpunkfreien Favoriten SG Kirchhof (23:33) und zuletzt Füchse Berlin (17:27) hatte er keine Chance, sondern auch in heimischer Halle gegen den Tabellendritten MTV Altlandsberg (18:27).

Eine reelle Außenseiterchance leitet man im Haspo-Lager aus diesen Tatsachen aber nicht ab: „Das wäre vermessen“, sagt Trainerin Michaela Lehnert. „Fritzlar ist immer noch eine sehr spielstarke Mannschaft, die aus einer kompakten Abwehr heraus jeden gegnerischen Fehler mit enormem Tempo bestraft und dabei auch noch sehr ballsicher ist.“ Der Tabellenvorletzte will auch dieses Spiel in erster Linie nutzen, die Verbesserungen der letzten Wochen weiter zu festigen. „Im Training sieht das auch wirklich gut aus“, sagt Lehnert. In der Feiertagspause werde man ohne Pause weiterarbeiten, um danach mit solider Basis noch einmal anzugreifen. Die Trainerin steht dann allerdings wegen eines Auslandsaufenthalts nicht zur Verfügung, so dass Yannick Berghammer die alleinige Verantwortung trägt.

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