Haspo-Damen: Endspurt um Klassenerhalt

Auch drei Spieltage vor Saisonende liefern sich die Teams an der Spitze ebenso wie am Tabellenende ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mancher Verein könnte kurioserweise sogar noch immer an beiden Enden der Tabelle abschließen. Dank der Ausgeglichenheit der Liga gilt das auch für den kommenden Haspo-Gegner Altlandsberg, der – angeführt von Toptorjägerin Sophie Lütke – lange an der Tabellenspitze zu finden war. Inzwischen musste er den Platz an der Sonne aber frei machen für Germania Fritzlar und die Zweitvertretung der HSG Blomberg-Lippe.

Selbstbewusstsein getankt

Just gegen letzteres Team konnten die personell geschwächten Bayreutherinnen in der Vorwoche mit einem Unentschieden überraschend einiges für ihr Selbstbewusstsein tun. Und auch für ihren Tabellenstand: Dank des Vorteils im direkten Vergleich sind die Haspo-Damen am Frankfurter HC vorbeigezogen und liegen nun hauchdünn auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

„Wir haben es weiterhin selbst in der Hand, wo wir am Ende stehen werden“, unterstreicht Haspo-Coach Thomas Hankel, dass man sich nicht auf die Ergebnisse des restlichen Feldes verlassen kann und tunlichst selbst für einen sicheren Abstand zum Tabellenkeller sorgen muss.

Dabei mutet das restliche Programm mit Gegnern auf den Plätzen drei bis fünf durchaus anspruchsvoll an. „Doch es ist nicht unlösbar“, wie der Bayreuther Übungsleiter findet. Schließlich sei man lediglich beim HSV Marienberg (4.) in der Hinrunde chancenlos gewesen. Bad Salzuflen (5.) hat man sogar bereits geschlagen, und beim Tabellendritten MTV Altlandsberg war die 23:24-Niederlage äußerst bitter, weil Haspo kurz vor Schluss noch geführt hatte. Diesmal wollen es die Bayreutherinnen besser machen.

Sonja Körber fällt nachMittelfußbruch aus

Wie das Bayreuther Aufgebot für dieses wichtige Heimspiel aussieht, ist allerdings noch längst nicht klar. Zwar kehrt die zuletzt beruflich verhinderte Kim Koppold in die Mannschaft zurück, aber hinter dem Einsatz von Loraine Hellriegel und auch Hanna Bauer stehen verletzungsbedingt weiterhin große Fragezeichen. Bei Sonja Körber hat eine MRT-Untersuchung gar ergeben, dass sie sich den Mittelfuß doppelt gebrochen hat. Die Spielmacherin fällt damit für den Rest der Saison aus.

Umso mehr setzt Hankel auf die kämpferische Einstellung, die sein Team schon so oft bewiesen hat: „Wir haben schon gezeigt, dass wir solches Verletzungspech kompensieren können. Dazu muss sich jede Spielerin aber für die Mannschaft und das gemeinsame Ziel auf dem Feld zerreißen.“

5 (1 vote)

Anzeige