Haspo: Besuch beim Angstgegner

Die Jungwölfe haben sich seit ihrem Bayernligaaufstieg 2014 immer mehr zu einem echten Angstgegner der Wagnerstädter entwickelt. In bisher vier Duellen ging Haspo nur ein einziges Mal beim hauchdünnen 21:20-Erfolg vor zwei Jahren in Rimpar als Sieger vom Feld. Vor heimischer Kulisse reichte es bislang sogar nur zu einem Unentschieden.

„Wir wissen, dass uns eine sehr unangenehme Hürde bevorsteht“, sagt dann auch Haspo-Trainer Marc Brückner und fordert: „Wir benötigen eine enorme Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen, um bestehen zu können.“ So kommt auf Haspo ein ausgeglichenes Duell gegen eine sehr sattelfeste 6:0-Deckung zu. Dafür spricht alleine schon die Tabelle, in der die Unterfranken lediglich drei Zähler hinter den Bayreuthern liegen.

Den Anschluss verpasst

Doch auch Rimpar hatte Schwierigkeiten, im neuen Jahr aus den Startblöcken zu kommen. Beim abstiegsgefährdeten VfL Günzburg (12.) kam die Zweitliga-Reserve nicht über ein enttäuschendes 27:27-Remis hinaus und verpasste damit den Anschluss an das Spitzenfeld.

Die DJK-Leistungsträger lieferten aber selbst in dieser recht durchschnittlichen Partie ihre Leistungen ab. Spielmacher Andreas Paul, der beim TSV Rödelsee schon Drittligaluft schnuppern durfte, hielt die Rimparer mit seinen sieben Treffer maßgeblich im Spiel, und der starke Kreisläufer Nicolas Gräsl sorgte mit einem seiner drei Treffer für den Endstand. Kein Wunder also, dass sowohl Kreisläufer Gräsl (33 Treffer), als auch Rückraummitte Paul, dem in erst neun Spielen immerhin schon 40 Treffer gelangen, zu den Toptorjägern ihrer Farben gehören.

Rückkehr des Toptorjägers?

Überboten wird dieses Duo aber noch von Neuzugang Philip Meyer mit 45 Treffern. Der Rückraumlinks muss allerdings auch die große Fußstapfen füllen, die der letztjährige Toptorjäger Lukas Siegler hinterlassen hat. Siegler, der seit dieser Saison fester Bestandteil des Zweitligakaders ist, könnte aufgrund der WM-Pause allerdings auch gegen Haspo mit von der Partie sein.

Sieglers Anwesenheit würde dann womöglich auch den schwächelnden Rimparer Angriff etwas in Schwung bringen, schließlich haben mit Niederraunau (294), Günzburg (290), Lohr (279) und Sulzbach-Rosenberg (278) nur die vier Kellerkinder der Bayernliga noch weniger Tore als die SG DJK (295) auf dem Konto.

„Wir werden auf alle Eventualitäten vorbereitet sein“, verspricht Haspo-Trainer Brückner, weiß aber auch: „Letztendlich haben wir es selbst in der Hand. Sollten wir aber keine verbesserte Einstellung an den Tag legen, werden wir es gegen jeden Gegner nicht leicht haben.“

Haspo gehen die Kreisläufer aus

Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe durch mögliche weitere personelle Einbußen. Neben den Langzeitverletzten Ralph Weiß, Max Hofmann, Niklas Pfeifer, Philipp Schöttner und David Klima droht nun mit Yannick Berghammer (Erkältung) auch der letzte verbliebene gelernte Kreisläufer auszufallen.

berg

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