Haspo beim Meister: Hinspielsieg als Bürde

Haspo trifft dabei auf die Mannschaft mit der besten Abwehr und dem besten Angriff der Liga. In der Rückrunde musste sich der Spitzenreiter nur ein einziges Mal mit einem Sieg unter zehn Toren Differenz begnügen (27:22 gegen den Tabellendritten Waldbüttelbrunn). „Erlangen hat die Saison bislang mit einer beeindruckenden Konstanz durchgezogen und ist deshalb auch hochverdient Meister“, gratuliert Haspo-Trainer Michael Werner dem kommenden Gegner.

Ex-Auerbacher und Ex-Bayreuther als Topwerfer

Zudem müssen sich die Gäste darauf einstellen, dass die Erlanger eben aufgrund des Hinspiels hoch motiviert sein werden. Dabei kann sich die Bundesliga-Reserve auf einen ausgeglichenen Kader verlassen, der auf jeder Position doppelt gut besetzt ist. Neben dem vom SV 08 Auerbach gekommenen Rechtsaußen Maximilian Lux, der Toptorschütze ist (141 Treffer) und gerade einen Profivertrag für die kommenden beiden Bundesliga-Spielzeiten unterzeichnet hat, ragt bei den Mittelfranken ausgerechnet ein Ex-Bayreuther heraus: Jakob Hoffmanns ist mit 78 Treffern zweitbester Werfer seiner Mannschaft und besticht im linken Rückraum vor allem mit seiner überdurchschnittlichen Physis. Ebenso herausragend ist Kevin Herbst im rechten Rückraum, der dem Bundesligakader angehört und die Bayreuther im Hinspiel mit elf Toren kräftig in Verlegenheit brachte.

Ob Haspo die Hinspielüberraschung wiederholen kann, dürfte aber von der eigenen Durchschlagskraft abhängen. Das Prunkstück der Erlanger ist nämlich die Abwehr um den früheren Auerbacher Spielertrainer Tobias Wannenmacher und den bundesligaerfahrenen Johannes Bayer. Zudem bilden Michael Haßferter und der ebenfalls aus Auerbacher gekommene Philipp Walzik das wohl beste Torwartduo der Liga. „Wir müssen es schaffen, die Erlanger 6:0-Abwehr in Bewegung zu bekommen“, gibt Marc Brückner vor: „Halten wir offensiv das Niveau hoch, können wir auch den gefährlichen Erlanger Gegenstoß besser kontrollieren."

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