Haspo Bayreuth will Pleitenserie beenden

Erheblich schlimmer als diese Niederlagenserie ist jedoch der nun endgültig bestätigte, dritte Kreuzbandriss von Torwart Niklas Pfeifer, der als Konsequenz seiner anhaltenden Verletzungsmisere nun sogar sein Karriereende im Alter von nur 20 Jahren verkündete. „Diese Nachricht ist absolut bestürzend und zugleich extrem tragisch“, zeigte sich Michael Werner schockiert.

Umso wichtiger wäre es für die Bayreuther, nun zumindest die letzten drei Rückschläge in der Punkterunde aus den Köpfen zu bekommen. War die knappe Niederlage beim Ligaprimus TV Erlangen-Bruck noch kein Beinbruch, führten die beiden Pleiten bei der abstiegsbedrohten TG Landshut (27:28) und zuletzt beim Aufsteiger TSV Rothenburg (23:30) zum bisherigen sportlichen Tiefpunkt der Oberfranken. „Da kann man nichts schön reden“, ist auch Marc Brückner selbstkritisch. „Da haben wir auf ganzer Linie versagt, aber genauso überzeugt sind wir, dass die Mannschaft die Qualität besitzt, sich wieder aus dieser Misere zu befreien. Am Einsatz und Willen hat es ja ohnehin nicht gefehlt.“

Allerdings kommt mit dem SV Anzing ein Gast nach Bayreuth, der angesichts der eigenen angespannten Tabellensituation nur zu gerne den nächsten Bayreuther Ausrutscher provozieren würde. Die Mannschaft von Trainer Hubert Müller manövrierte sich mit gleich einer Serie von unglücklichen und vor allem knappen Niederlagen in die absolute Abstiegszone der bayerischen Königsklasse. Bezeichnend war hierfür gerade die letzte 29:31-Heimniederlage gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer TV Erlangen-Bruck, wobei man bei einer Restspielzeit von gut vier Minuten sogar eine 28:25-Führung noch aus der Hand gab.

Der knappe Haspo-Auswärtssieg im Hinspiel (26:23) belegt aber unter anderem die durchaus vorhandene Qualität des kommenden Gastes. Allen voran Linkshänder und Rechtsaußen Florim Hoxha, der mit 91 Saisontoren sogar Vierter der Torschützenliste ist, gilt es unter Kontrolle zu halten.

Dazu kommt mit Marinus Limbrunner ein überdurchschnittlicher Kreisläufer, der von Spielmacher Nick Hawranek und nicht zuletzt von seinem Bruder auf Rückraumlinks Jonathan Limbrunner immer wieder erfolgreich gesucht wird. „Anzing spielt ein unangenehme Abwehr, die sehr körperbetont zur Sache geht“, weiß Brückner. „Davon dürfen wir uns ähnlich wenig beeindrucken lassen, wie es im Hinspiel der Fall war. Defensiv erwarte ich von meiner Mannschaft außerdem eine deutliche Reaktion im Vergleich zu den vergangenen beiden Spielen.“

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