Haspo-Aufholjagd mit Punkt belohnt

Das 1:0 durch Yannik Meyer-Siebert sollte schon die einzige Haspo-Führung im gesamten Spiel bleiben. Danach fand Waldbüttelbrunn auch ohne Spielmacher Manuel Feitz (privat verhindert) immer wieder richtige Mittel gegen die offensiv ausgerichtete Haspo-Abwehr. Durch zahlreiche Auflösehandlungen auf zwei Kreisläufer verschaffte sich die DJK große Räume und nutzte diese auch zu einer deutlichen 9:3-Führung (15.). Vor allem den flinken Rückraumspieler Julian Stumpf (7 Tore) und den stämmigen Kreisläufer Bastian Demel (8/2) bekamen die Bayreuther nicht in den Griff. Außerdem tat sich Haspo gegen die groß gewachsene und massive 6:0-Abwehr der Unterfranken extrem schwer. Die Folge war ein 5:13-Rückstand (22.), ehe die Einwechselung von Torwart Alexander Wittmann schon in der schwachen ersten Halbzeit erste Impulse für eine Trendwende gab. So hielt der Schlussmann nicht nur zwei Siebenmeter (24./28.), sondern weckte mit seinen Paraden auch den Kampfgeist seiner Vorderleute. Ein 3:0-Lauf führte zum 10:15-Halbzeitstand.

„Mit unserem Auftreten im ersten Durchgang können wir nicht zufrieden sein. Da haben wir alleine 15 Fahrkarten geworfen und haben vollkommen verkrampft“, sagte Haspo-Trainer Michael Werner. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich sein Team aber stark verbessert. Eine nun starke Abwehr mit einem weiterhin überragenden Wittmann im Tor sowie ein deutlich druckvollerer Angriff waren die Grundlagen für die Aufholjagd. Zudem ging dem ersatzgeschwächten Gegner immer mehr die Luft aus.

Wurf zum Sieg landet am Pfosten

Angetrieben von den lautstarken Fans setzten vor allem drei Neuzugänge nun die Akzente. Der umsichtige Spielmacher Robin Rahn war selbst torgefährlich und setzte nun vermehrt seine Nebenleute in Szene. Davon profitierten vor allem Maximilian Hofmann am Kreis und Philipp Schöttner im rechten Rückraum. So war Haspo bereits beim 16:18 (40.) wieder im Spiel, und als Marius Hümpfer beim 20:20 (45.) der erste Ausgleich seit dem 2:2 (6.) gelang, schien eine Wende möglich. Doch die DJK legte nun immer wieder einen Treffer vor. Hatte Haspo die Möglichkeit zur eigenen Führung, so wurde diese fahrlässig oder auch unglücklich vergeben. Nach dem 26:26-Ausgleich (59.) scheiterte Gästespieler Lukas Tendera an Wittmann, Bayreuth hatte 50 Sekunden für den letzten Angriff. Schöttner zog aus dem Rückraum ab – Pfosten. „Wir hatten heute 27 Fehlwürfe und haben dennoch einen Punkt geholt. Das spricht für die tolle Moral der Mannschaft“, war Werner dennoch zufrieden.

Haspo Bayreuth: Lehnard, Wittmann – Schalk, Nicola, Hofmann (4), Hümpfer (4), Klima (1), S. Berghammer (2), Rahn (3), Saborowski (2), Meyer-Siebert (5/4), Y. Berghammer, Goeritz, Schöttner (5).

5 (2 Stimmen)

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