Haspo-Abschluss mit Start-Ziel-Sieg

In der Tabelle blieben die Bayreuther damit auf dem vierten Platz, nur zwei Punkte vom Vizemeister TG Landshut entfernt. „Mit dieser Bilanz sind wir extrem zufrieden“, sagte Vorsitzender Andreas Berghammer. „Schließlich sind wir nicht nur mit einer neuen Mannschaft ins Rennen gegangen, sondern auch mit neuen Trainern und einem neuen Spielsystem. Das alles hat viel besser funktioniert, als ich mir das vorgestellt hatte.“

Dass am Ende wieder einmal drei Spieler verabschiedet werden mussten (neben den erfahrenen Marius Hümpfer und Steffen Tscheuschner auch Topscorer Paul Saborowski), weil sie den Verein aus beruflichen beziehungsweise Studiengründen verlassen, sei kein Grund zur Sorge um die Zukunft: „Wir haben nun mal keine Möglichkeit, um die Leute zu halten – weder finanziell noch beruflich“, erklärt Berghammer. „Aber wir haben zwei Trainer, die ausdrücklich diese Situation mittragen. Sie können mit jungen Leuten arbeiten und werden daher auch in der nächsten Saison eine starke Mannschaft ins Rennen schicken. Sie setzen sich selbst hohe Ziele, aber der Verein macht da gar keine Vorgaben. Natürlich wird man wieder abwarten müssen, wie es sich genau entwickelt, aber Angst davor habe ich nicht einmal ansatzweise.“

Elf verschiedene Torschützen

Einen drohenden Mangel an Alternativen im Haspo-Kader ließ auch das Saisonfinale nicht erkennen. Alle zwölf Feldspieler kamen ziemlich gleichmäßig zum Einsatz, und elf davon trugen sich auch in die Torschützenliste ein. Die Versuche, am Ende auch den künftigen Dr. Tscheuschner bei seinem Abschiedsspiel noch in Szene zu setzen, scheiterten zwar zunächst, aber schließlich erzielte der kampfstarke Abwehrspezialist auf eigene Faust das sehenswerte letzte Tor der Partie.

Auf den Spielverlauf hatten die vielen Wechsel aber überhaupt keinen Einfluss. Nach dem guten Start mit Kontertoren aus der sehr offensiven Abwehr heraus über die schnellen Außen Saborowski und Steffen Berghammer sorgte Haspo beständig von allen Positionen für Gefahr. Nur beim 6:5 nach elf Minuten war es einmal knapp, aber nur gut fünf Minuten später stand es schon 11:6. Von da an pendelte in dem nicht immer hochklassigen, aber doch temporeichen und unterhaltsamen Schlagabtausch der Abstand gleichmäßig zwischen drei und fünf Toren. Nur beim 21:15 (41.) waren es einmal sechs.

Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard – Schalk (3), Nicola (1), Herrmannsdörfer (1), Hümpfer (4), Tscheuschner (1), S. Berghammer (4), Rahn (1), Saborowski (8), Y. Meyer-Siebert (3/1), Y. Berghammer (1), Goeritz (1), Luckhardt.

4.3 (3 Stimmen)

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Pressekonferenz gleich nach dem Spiel:
https://youtu.be/P8-stRVNLk0