Haag: Ab Mai wird gebaut

Ein neuer Treffpunkt für die Haager

In diesem Jahr beginnt die Sanierung der früheren Gaststätte Rotmainquelle. Das Haus soll wieder eine Wirtsküche bekommen und die Haager Verein im Obergeschoss Platz zum Tagen und Feiern. Im nächsten Jahr soll daran eine Kulturscheune angebaut werden. In einfacher Scheunenoptik gebaut, mit großen, verglasten Schiebetüren, aus Kostengründen aber ohne Heizung und Wärmedämmung. Sie soll im Sommer bis zu 150 Menschen bei Kulturveranstaltungen Platz bieten. Noch ein Jahr später, also 2019, soll das Ensemble um einen Backofen ergänzt werden. 520.000 Euro haben die Gemeinderäte dafür jetzt einstimmig bereit gestellt. Rund 400.000 Euro davon soll aber aus Fördertöpfen finanziert werden. Im Mai soll mit der Sanierung begonnen werden. Dass das Projekt auf drei Jahre gestreckt werden muss, liegt laut Bürgermeister Robert Pensel (CSU) unter anderem daran, dass noch einige Dinge mit den Nachbarn geklärt werden müssen. So laufe das Abwasser noch durch private Grundstücke.

Grünflächen statt Asphaltdecke

Gut 1,75 Millionen Euro werden die Tiefbauarbeiten entlang der Haager Ortsdurchfahrt kosten. Was den Straßenbau betrifft, übernehmen einen Großteil der Kosten die Zuschussgeber. Teuer wird es für Haag aber, weil es gilt, ein Abwasserproblem zu lösen. Auch hier sind drei Bauabschnitte geplant, die jeweils zu einer Vollsperrung führen werden. Zuerst wird vom Friedhof bis zum Dorfbrunnen gebaut, dann weiter in der unteren Dorfstraße bis zum Dorf- und Kirchplatz und schließlich über die obere Dorfstraße bis zur Tannbergstraße. Baubeginn soll laut Pensel nicht vor 2018 sein. Das Ziel: Die Asphaltdecke, die den Ort durchzieht, aufzubrechen und durch Grünflächen zu ersetzen.

Problemkind Kläranlage

Zeitgleich mit den Arbeiten an der Straße soll auch das Haager Abwasserproblem gelöst werden. Unter den Straßen wird ein Trennsystem für das Abwasser verbaut. Zwar darf die vorhandene Kläranlage noch bis ins Jahr 2020 betrieben werden, danach ist aber Schluss. Zu groß sei die Gefahr, dass bei Teichkläranlagen, wie sie in Haag betrieben werden, am Ende der fünf Klärbecken noch Verschmutzungen übrig bleiben, die in der Erde versickern. Eine neue Anlage kann sich die Gemeinde aber nicht leisten und Fördergelder gibt es keine. Daher sollen Kanäle und Pumpen gebaut werden, die das Wasser entweder nach Unternschreez pumpen, oder nach Großweiglareuth und von dort aus weiter nach Creußen. Eine Entscheidung steht noch aus – auch Seitens der Stadt Creußen, die sich an den Kosten ab der Stadtgrenze beteiligen müsste. Kostenschätzungen gehen von jeweils 600.000 Euro für die Gemeinde Haag aus.

Schnelles Internet für alle

Nachdem Haag und Schreez schon mit schnellem Internet versorgt sind, kommen jetzt die restlichen Ortschaften und Höfe dran: von Obernschreez über Gosen, Spänfleck, Culmberg und Bocksrück. 230.000 Euro wird das kosten, die Gemeinde muss aber nur 46.000 Euro bezahlen.

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