Gutes tun: Pegnitzer Suppentag-Premiere

Das Prinzip ist einfach: Es sind Köche, die auf eigene Kosten Suppen kochen. Ein sowohl finanzieller als auch personeller und arbeitstechnischer Aufwand. Das Essen wird für drei Euro verkauft, der Erlös wird aufgeteilt und von der Kurierstiftung „Menschen in Not“ an hilfsbedürftige Menschen zu 100 Prozent in der Region weitergegeben. Dass dieses Projekt in Pegnitz überhaupt zum ersten Mal veranstaltet wird, ist Margit Ponfick, Besitzerin von Lederwaren Voit, die beim Arbeitskreis „Unser Pegnitz“ Mitglied ist, zu verdanken.

Dann ging alles ganz schnell

„Sie hat mich angesprochen und gemeint, dass sie gelesen hat, dass das in Bayreuth veranstaltet wird. Und dass es doch auch eine schöne Idee für Pegnitz wäre. Wir haben uns dann mit dem Verlag in Verbindung gesetzt und dann ging alles ganz schnell“, sagt Christina Wellhöfer. Sie ist Sprecherin des Arbeitskreises und führt zusammen mit ihrem Mann Wellhöfers Weinladen. Auch sie werden für die Besucher kochen: Sie bieten eine karamellisierte Tomaten-Paprika-Suppe an. Die ist sogar vegan.

Gerne dabei für den guten Zweck

„Wir machen hier mit für den guten Zweck. Das ist klar“, sagt Michael Schatz, der gewerbliche Fachoberleiter der Pegnitzer Berufsschule und stimmt mit dieser Aussage allen anderen Teilnehmern überein. Mit Schülern seiner zehnten Klasse wird er eine Kartoffelpüreesuppe kochen.

Hier wird's deftig

Richtig Deftiges bringt auch Mirko Kingler, der Hauswirtschafts- und Küchenleiter des Brigittenheims auf den Tisch – eine Gulaschsuppe und dabei rund 50 Liter. „Wir haben uns dazu entschlossen, weil wir die immer zum Christkindlmarkt in der Stadtkirche verkaufen. Und die Resonanz ist grundsätzlich positiv“, erklärt er.

Die südliche Note

Für ein südliches Angebot sorgt Luciano Nestola, Inhaber des Ristorante La Romantica. Italienischer geht es kaum noch. Er serviert eine Minestrone (Gemüseeintopf).

Halloween ist zwar schon vorbei, aber eine eine Kürbiscremesuppe, die von Andrea Späth, Besitzerin des Gasthauses Peter in Horlach angeboten wird, geht immer. „Etwa zwölf Liter werden wir kochen“, sagt sie. Für den Biss zur Suppe sorgt außerdem Dagmar Schorner von der Bäckerei Schorner.

Die Rezepte

Und weil probieren zwar schön ist, aber selber kochen fast noch schöner, lassen sich die Köche auch in die Kochbücher schauen, präsentieren hier ihre Rezepte (jeweils für vier Personen) und wünschen viel Spaß beim Nachkochen. Bleibt nur noch eines zu wünschen: Guten Appetit.

Gulaschsuppe

Das braucht man: 250 Gramm Schweinekamm, 250 Gramm Rindfleisch, 250 Gramm Kartoffelwürfel, 250 Gramm Zwiebel, zwei Paprika, zwei Knoblauchzehen, eine Peperoni, 250 Gramm geschälte Tomaten, zwei Esslöffel Tomatenmark, 1,5 Liter Brühe, 150 Milliliter Rotwein, 100 Milliliter Öl, 30 Gramm dunkles Schwitzmehl, Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprikapulver (edelsüß/ scharf) Oregano, Thymian, Majoran.

So wird’s gemacht: Das Fleisch in Würfel schneiden und scharf in Öl anbraten. Zwiebelwürfel und gehackten Knoblauch dazu geben, diese mit anschwitzen. Tomatenmark darunter rühren, kurz mit anbraten und mit Rotwein ablöschen. Geschälte Kartoffeln und Schältomaten würfeln, Gewürze zugeben und mit Brühe aufgießen. Das Ganze kochen, bis das Fleisch weich ist. Zum Schluss Paprikastreifen zugeben und kurz mitkochen. Dann würzig abschmecken und mit Schwitzmehl abbinden.

Kürbiscremesuppe

Das braucht man: 600 Gramm Hokkaidokürbis, eine kleine Zwiebel, zwei Liter Gemüsebrühe, einen Becher Sahne, einen Teelöffel Ingwerpaste, einen Teelöffel Curry, Kartoffelstärke, Salz und Pfeffer.

So wird’s gemacht: Kürbis waschen, halbieren, Kerne entfernen, grob zerkleinern. Das Ganze anbraten und mit zwei Liter Gemüsebrühe aufgießen. 20 Minuten weich kochen, pürieren, Sahne und Gewürze hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und eventuell mit etwas Kartoffelstärke abbinden. Mitgeschlagener Sahne, Croutons, Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen garnieren.

Kartoffelpüreesuppe – Pureé Parmentier

Das braucht man: 20 Gramm Butter, 120 Gramm gewürfeltes Suppengemüse, 300 Gramm Kartoffeln, ein Liter Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Majoran, Senf. Für die Einlage: Speckstreifen, Kartoffelwürfel, Sahnehaube, Petersilie, Croutons.

So wird’s gemacht: Kartoffeln waschen, schälen und ein Viertel davon in feine Würfel schneiden. Den Rest grob klein hacken und zusammen mit dem Suppengemüse anschwitzen. Danach mit Brühe aufgießen, aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen. Zum servieren mit Senf und Majoran abschmecken. Speckstreifen in Sonnenblumenöl rasch anbraten, Kartoffelwürfel in Salzwasser abkochen, Petersilie hacken und Weißbrotwürfel in Butter goldgelb in der Pfanne ausbacken.

Karamellisierte Tomaten-Paprika-Suppe

Das braucht man: Zwei rote Paprika, eine mittlere Zwiebel, etwas Sonnenblumenöl, ein Esslöffel Zucker, 250 Milliliter Gemüsebrühe, 750 Milliliter passierte Tomaten, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Zucker. Nach Belieben Chilli, frische Kräuter.

So wird’s gemacht: Paprika in Würfel schneiden, Zwiebel schälen und fein würfeln. Beides in Öl anschwitzen. Zucker darüber streuen und karamellisieren lassen. Anschließend mit der Gemüsebrühe und den passierten Tomaten auffüllen. Suppe aufkochen und mit Balsamico, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Je nach Geschmack Chilli oder frische Kräuter hinzugeben.

Minestrone

Das braucht man: Eine Aubergine, eine halbe Paprika, eine Zucchini, einen halben Blumenkohl, eine kleine Zwiebel, zwei Karotten, etwas Sellerie, Salz, Pfeffer, Fleisch- oder Gemüsebrühe, Petersilie.

So wird’s gemacht: Gemüse fein schneiden. Alles in einem Topf mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser etwa eine Stunde auf niedriger Temperatur leicht köcheln lassen. Am Schluss mit den Gewürzen und der Brühe abschmecken.

Info: Der erste Pegnitzer Suppentag am Samstag, 11. November, beginnt um 11 Uhr, endet um 14 Uhr und findet im evangelischen Gemeindehaus statt. Fünf Köche und eine Bäckerei nehmen daran teil. Der gesamte Erlös geht an die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“.

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