Grüne: Pointiert und nachdenklich

Jedenfalls wurden beim Aschermittwoch der Grünen im Bechersaal neben dem obligatorischen Schäufele auch marinierte Heringe serviert. Die Liberalitas Bavariae wird halt auch bei den Grünen großgeschrieben.

Derart gestärkt machten sich zunächst Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote und der Bayreuther Stadtrat Stefan Schlags ans Werk, um auf die politischen Verhältnisse in Bund, Land und Stadt zu blicken. Ihr Vortrag gelang pointiert, bisweilen witzig, aber über weite Strecken vor allem nachdenklich. „Mit Seehofer und seinen Jungs Scheuer und Dobrindt erhält das bayerische Mia san Mia mit seiner Arroganz in Tateinheit mit Provinzialismus eine bundesweite Bühne“, urteilte Ulrike Gote um dann Themen wie Integration, Artenschutz, Mobilität und Klimaschutz zu streifen.

Geld für die Hochkultur

Stefan Schlags hingegen nahm vor allem Bayreuther Themen in den Blick: den Kanzler der Universität, der sich für die Ansiedlung eines Riesenmöbelhauses in der Nürnberger Straße ausgesprochen hatte, die Städtepartnerschaft mit Tekirdag, die unter Alt-OB Michael Hohl und einigen seiner Spezels vor allem gegründet worden sei, um das eine oder andere Geschäft zu machen. Völkerfreundschaft und internationaler Austausch hätten da nur eine geringe Rolle gespielt. Schlags nahm die Repräsentanten der Hochkultur aufs Korn, die immer mehr Geld für ihre Interessen forderten und streifte auch die Vorgänge im Zentrum mit der angeblichen Kaufsucht der Geschäftsführerin.

Entspannte Atmosphäre

Die Atmosphäre im Bechersaal war entspannt. Das galt auch für den Auftritt der Bundestagsabgeordneten Lisa Badum aus Forchheim, die bei ihrem Aschermittwochdebüt in Bayreuth den ein oder anderen Schwank aus Berlin zum Besten gab.

Nicht bewertet

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