Grüne: Mit zehn Thesen in den Bundestag

Sie habe den Eindruck, dass sich in der öffentlichen Diskussion und im Fokus der Parteien vieles um Renten und Soziales drehe. Vor allem jetzt, wo man langsam in die heiße Phase des Wahlkampfs komme. „Ich bin gespannt, ob dann andere Sachen auch noch auftauchen“, so Bauer. Es gebe für den Kreisverband jedenfalls viel zu tun, „auch wenn wir nicht viele sind“.

Klimaschutz: Deutschland soll nach dem Willen der Grünen seine gesetzten Klimaziele einhalten. Bis 2050 soll es nur noch „saubere Energie“ geben. Die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke sollen sofort abgeschaltet werden, damit die Klimaziele bis 2020 eingehalten werden können.

E-Mobilität: „Eine erfolgreiche Wirtschaft“ sei in Zukunft erneuerbar, effizient und digital. „Wir wollen, dass das saubere Auto auch in Deutschland entwickelt und gebaut wird.“ Ab 2030 sollen nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden. Dafür sollen entsprechend steuerliche und infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen werden.

Landwirtschaft: Grundwasser- und Bodenschutz, die Abschaffung der Massentierhaltung, Umweltschutz und Tierwohl sollen zu neuen Einkommensmöglichkeiten für den Landwirt führen und zum gesunden Lebensmittel.

Europa: Die Grünen wollen eine Kurskorrektur in der deutschen Europapolitik, mehr Partnerschaft auf Augenhöhe statt „einseitige Sparpolitik“. Man will mehr in die ökologische Modernisierung und „digitale Zukunft des Kontinents“ investieren.

Familien: Die Partei will in bessere Kitas und Schulen investieren. Kinderarmut soll bekämpft werden. Im Haushalt soll die Familienförderung um zwölf Milliarden Euro aufgestockt werden.

Soziale Sicherheit: „Wir bauen die sozialen Sicherungssysteme schrittweise zu einer solidarischen Bürgerversicherung für alle um“, so Bauer. Man  stabilisiere  das Rentenniveau und beende die „Zwei-Klassen-Medizin“.

Integration: Ein Thema, das Bauer vor allem am Herzen liegt. Sie ist eine der Aktivposten des Unterstützerkreises Pegnitz, der sich um Flüchtlinge kümmert. „Es ist nicht wichtig, wo jemand herkommt, sondern wohin sie oder er will. „ Wer hier glücklich werden will, muss Grundgesetz und Grundwerte anerkennen. Die Grünen wollen das Staatsbürgerschaftsrecht reformieren. Wer in Deutschland geboren wird, soll deutscher Staatsbürger sein. Anerkannte Flüchtlinge sollen ihre Familien nachholen dürfen. Eine Obergrenze für Flüchtlinge lehnen die Grünen ebenso ab wie Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete. „Auch in Bayern“, betonte Bauer.

Gleichberechtigung: Männer und Frauen seien immer noch nicht gleichberechtigt. Ein „wirksames Entgeltgleichheitsgesetz“ soll auf den Weg gebracht werden. „Wir halten uns für so wahnsinnig emanzipiert“, sagte Bauer, dabei sei es noch gar nicht so lange her, seit Frauen arbeiten oder wählen dürfen. Noch heute sei es so, dass Frauen im Durchschnitt und im Vergleich zu den Gehältern männlicher Kollegen „sozusagen bis Anfang März umsonst arbeiten“.

Freiheit und Sicherheit: Es soll für eine Sicherheitspolitik gesorgt werden, die Bedrohungen ernst nimmt. Zugleich aber auch die Bürgerrechte wahrt. Die Grünen wollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden stärken. Das Waffenrecht soll verschärft werden.

Fluchtursachen bekämpfen: Deutschland trage mit Rüstungsexporten an Diktaturen und Krisenregionen zur Unsicherheit in der Welt bei. „Deshalb beenden wir solche Exporte“, so Bauer. Mit freien Handelsabkommen sollen ökologische und soziale Standards weltweit gestärkt werden. Der Kampf gegen die Klimaerhitzung sei auch ein Kampf gegen die Fluchtursachen.

2.5 (2 Stimmen)

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Kommentare

Auf abgeordnetenwatch.de beschreibt sich Frau Bauer u.a. folgendermaßen:

"Deshalb zähe ich mich zu den Klimaschützer*innen, Energiesparer*innen, Müllvermeider*innen, Fairkonsument*innen, Reparierer*innen, Upcycler*innen, Werteverteidiger*innen, Frischluftgenießer*innen, Tierschützer*innen, sozial Engagierten, Umweltaktivist*innen, Bioesser*innen, Bienenfreund*innen, Kulturschaffende, Menschenrechtler*innen, Selberdenker*innen, Mutmacher*innen, Minderheitenunterstützer*innen, Baumpflanzer*innen, Artenschützer*innen, kritischen Geistern, Inklusionstrieber*innen, Alternative, Asylhelfer*innen, Nachbar*innen, Aufklärer*innen, Frauenrechte-Erkämpfer*innen, Automausstiegsbefürworter*innen, Gegen Rechts+Rassismus Demonstrant*innen, Anti-Stigma-Aktivist*innen, öko-Kooperativen-Stifter*innen, Radler*innen, Sinnstifter*innen, Brückenbauer*innen, Steuerzahler*innen, Am 24.09. - Grün-Wähler*innen, Bis- zum-Ende-Leser*innen"

Noch Frag*Innen?
klingt wie *innen hohl
Wer ab 2030 zu Fuss gehen will, weil Autofahren nicht mehr bezahlbar sein wird und noch mehr Multi-Kulti in Deutschland haben möchte der ist bei der unter realitätsverlust leidenden grünen Partei bestens aufgehoben!
Ich liebe solche Artikel!
Da kann ich's schwarz auf weiß nachlesen, warum ich eingedenk meiner Enkelkinder nie anders als konservativ wählen kann. Fragt sich diese Frau auch einmal, von welchen Steuern ihre grünen Zukunftsfantasien bezahlt werden sollen?
Nebenbei füttern wir auch noch ca. 10 Millionen neue Mitbürger durch, die sich als Familienmitglieder anerkannter Flüchtlinge bei uns vorgestellt haben werden.
Oh Heimatland!!!
Konservativ (auf Bewahrung ausgerichtet) sind ausschließlich einigermaßen die Grünen. Alle anderen arbeiten kräftig auf die Zerstörung unseres Planeten hin. Unser Enkel müssen´s büßen.
Gerade wenn ich an meine Enkelkinder denke, kann ich nur grün wählen. Schwarzgelb wäre eine Katastrofe. Wir werden die Klimaschutzziele nicht ohne die Grünen in der Regierung erreichen.
Klimaschutzziele erreicht keine Regierung in der Bundesrepublik, auch wenn sie Grün - Grün - Grün ist.
Globale Probleme werden durch Politik angegangen, nicht durch Ideologie.
Um Himmels Willen, alles, bloss nicht mehr die Grünen im Bundestag! Die aktuellen Umfragewerte lassen ja hoffen.
wenn ich das Programm lese werde ich grün im Gesicht, so schlecht wird
mir von der vielen Ideologie
>>> Soziale Sicherheit: „Wir bauen die sozialen Sicherungssysteme schrittweise zu einer solidarischen Bürgerversicherung für alle um“ <<<

Meine subjektive Meinung als jetzt Privatversicherter:
Ich habe nichts gegen eine „Bürgerversicherung“ in der einerseits nur das Nötigste abgesichert und andererseits dadurch ein minimaler Beitrag möglich ist
(Das aber verstehen die Grünen mit Sicherheit nicht unter einer „Bürgerversicherung“).
Denn das genau praktiziere ich mit Hilfe meines Versicherungsmaklers (der in seinem früheren Leben mal Pfleger in einem Krankenhaus war und „schreckliches“ Insiderwissen besitzt).

Genaugenommen bin ich durch einen hohen „Selbstbehalt“ schlechter abgesichert als jeder gesetzlich Versicherte. Klar, dass im Krankenhaus die übliche „Regelleistung“ eines gesetzlich Versicherten auf meiner Versicherungskarte steht.

Aber durch „Nichtinanspruchnahmen“ der medizinischen „Dienstleistungen“ erhalte ich fast die Hälfte meiner Beiträge zurück.
Auch würde ich, beim Anruf in eine Facharztpraxis und,
aufgepasst!,
dabei die erste Frage, die die medizinische Fachangestellte oder der Fachangestellte stellen, „richtig“ beantworte, sofort einen Termin bekommen.

Nur was hätte ich davon?

Ich müsste mich permanent gegen die neuesten "Therapie-Erkenntnisse" wehren!
Natürlich machen konservative Parteien inzwischen auch grüne (nachhaltige) Politik. Nur sind halt die Grünen konsequenter.
Die Konsequenz hört ganz schnell da auf, wo Ideologie auf Realität trifft. Siehe Baden-Württemberg.
Das hat Bismarck schon vor 150 Jahren gewusst:
"Politik ist die Kunst des Möglichen".
Realität ist, dass die Menschheit so wie bisher nicht weitermachen kann.
Da sind wir uns absolut einig
Das wissen aber auch die anderen, nicht nur die Grünen. Jetzt müssen wir das nur noch den Amerikanern, den Russen, den Chinesen usw. klarmachen. Schätzungsweise wird das nicht Frau Bauer sein.
Aber auch unsere Kanzlerin nicht.
Is scho recht...