Grüne fordern mehr Schulleiterinnen

Wie aus einer Anfrage der Grünen an das Kultusministerium hervorgeht, ist auch die Leitung von Realschulen im Freistaat mehrheitlich Männersache: Der Frauenanteil lag bei dieser Schulform im Schuljahr 2016/17 bei rund 31 Prozent. Das sei ebenfalls «alles andere als befriedigend», stellte Gehring fest.

Trend: Mehr Frauen in der Schulleitung

Die Ursache sieht der Grünen-Bildungsexperte unter anderem im Beurteilungs-System: «Wenn Frauen nicht von Beginn an Karrierebereitschaft signalisieren, wird ihnen das in der Bewertung negativ ausgelegt - das ist uralte Denke». Gehring fordert, künftig allein die fachliche und pädagogische Leistung zu beurteilen. Zudem müssten Teilzeitbeschäftigten bessere Karrierewege ermöglicht werden.

Wie die Zahlen des Ministeriums belegen, ist der Frauenanteil bei den Schulleitungsposition in den vergangenen zehn Jahren allerdings angestiegen: Im Schuljahr 2006/2007 waren an den Gymnasien nur rund 14 Prozent der Schulleiter-Stellen an Frauen vergeben, vergangenes Schuljahr waren es mehr als 21 Prozent.

dpa

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Kommentare

Es ist ein Unding, dass männliche Lehrkräfte an nahezu allen Schularten weitaus in der Minderzahl sind! Wo sind denn die Grünen, die hier eine Männerquote fordern?
Um so schlimmer, dass dann so wenige Frauen in Leitungsposition sind.
... und es ist vernünftig, wenn die Grünen auf dieses Ungleichgewicht in der Besetzung von Schulleiterpositionen hinweisen.
@Mikado und Uwart: Das bestreite ich gar nicht, es wird jedoch immer nach mehr Frauen in irgendwelchen (Führungs-)Positionen gerufen, ohne jedoch auf den Proporz in anderen Bereichen zu achten. Wir sind leider auf dem direkten Weg in eine männerfeindliche Gesellschaft und genau das stößt mir so langsam sauer auf. Wenn schon Gleichstellung, die ich in allen Bereichen mehr als nur unterstütze (vgl. auch gleiche Bezahlung!!!!!), und gleichmäßige Repräsentation, dann bitte in beide Richtungen und nicht immer nur in eine.
Unter "Gleichstellung" verstehe ich, dass Frauen und Männer im Beruf gleich behandelt werden. Natürlich muss das männliche Geschlecht dadurch Abstriche machen, sonst funktioniert das nicht. Das hat nichts mit einer männerfeindlichen Gesellschaft zu tun.

Was für mich männerfeindlich ist, ist, dass es noch immer schwierig ist, als Mann z.B. eine Teilzeitstelle zu bekommen. Oder die Akzeptanz, als Mann die Familie vor die berufliche Entfaltung zu stellen. Da sind wir in der Gleichstellung noch sehr weit entfernt.
Aber gibt es denn nicht bei der Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft vorallem einen Nachholbedarf für die Frauen?
Na wenn die sonst keine Sorgen haben...
Genau das ist auch mein Gedanke. Probleme werden gemacht wo gar keine sind. Nicht falsch verstehn. Gleiche Arbeit gleiches Geld, völlig klar. Es kann z.B. nicht sein das eine Frau die den gleichen Job ausübt weniger bekommt als der Mann in gleicher Position.
Aber diese mit aller Gewalt künstliche Frauenquote geht mir auch auf den S....
Ach Gott... die armen Frauen... wirklich schrecklich deren Situation...

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