Große Investitionen verloren

„Es ist ein Vorschlag des Landrats“, so Brendel-Fischer. Allgemein gelte es Prioritäten zu setzen. Und: „Es muss auch für Fichtelberg was rausspringen“, so die Abgeordnete weiter. An dem Nachmittag kamen an viele kommunale Themen zur Sprache.

Zusammenarbeit am Ochsenkopf: Der Ortsvorsitzende Hans-Peter Reichenberger wies darauf hin, dass es ein Treffen der Fraktionsvorsitzenden der Gemeinden rund um den Ochsenkopf gab, das auch künftig regelmäßig stattfinden soll. Bei den kommunalen Finanzen hob er hervor, dass es 2017 geschafft wurde, einen genehmigten Haushalt zu haben – und das als erste Gemeinde im Fichtelgebirge. Probleme mit dem Standesamt wurden durch das Standesamt Fichtelgebirge gelöst, das gemeinsam mit Warmensteinach betrieben wird. Künftig solle es indes auch Trauungen vor der Kulisse am Fichtelsee geben.

Politische Situation: „Es gab sehr unfaire Sachen“, blickte Reichenberger zurück. Er erinnerte daran, dass mit dem BLSV-Camp, der Therme und weiteren Projekten rund 50 Millionen Investitionen verloren gingen. Wobei es, wie Bürgermeister Georg Ritter später erläuterte, nun darum gehe, was mit dem bestehenden BLSV-Gebäude passiere. Deshalb soll auch eine Ortsentwicklungsgruppe gegründet werden.

Neues bei der Therme? Das wichtigste für die Ortsentwicklung sei eine Lösung für die Therme. „Wir sind gerade dran an Gesprächen“, ließ sich Reichenberger entlocken, ohne Näheres verraten zu wollen.

Fichtelsee: Der See und seine Umgebung seien ein Kleinod, so Reichenberger. Freilich gebe es kritische Stimmen in der Bevölkerung, dass dort alles zugepflastert werde. Zur maroden Fichtelsee-Brücke ergänzte später Bürgermeister Ritter, dass Kosten von 200.000 Euro im Raum stehen. Man suche mit der Regierung nach Zuschussmöglichkeiten. Nach letzter Auskunft könnte die Brücke voraussichtlich Ende August wieder geöffnet werden. Für den ganzen Bereich solle auch ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden. Grundsatz der Planungen sei, im vorderen Bereich des Sees Erlebnismöglichkeiten zu bieten, im hinteren Teil eine Ruhezone. Allerdings sei mittlerweile das Landratsamt der Meinung, dass der Aufstellungsbeschluss zunächst einmal zurückgenommen werden sollte.

Ortskern: Bei der Ortskernsanierung sei die Zukunft des Chamotte-Werks ein Thema. Wozu später Bürgermeister Georg Ritter ergänzte, dass drei Angebote von Architektenbüros vorliegen, über die in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen zu reden sei.

Funktionsgebäude für Langläufer: „Wir sind einer der schneesichersten Orte in Bayern“, so Reichenberger weiter. „Es gehört ein Funktionsgebäude her, eine Kleinlösung wird es mit uns nicht geben.“ Bürgermeister Georg Ritter erläuterte, dass nunmehr Grundstücksverhandlungen für ein entsprechendes Gebäude anstehen.

Brückenbau: Die Brücke habe zwar über 400.000 Euro gekostet, sei damit jedoch zukunftsfähig, unter anderem weil auch ein Gehsteig eingeplant sei. Die Abnahme erfolge im nächsten Monat. Ritter sprach aber auch von einer geplanten Oberflächensanierung der Fichtelberger Straße.

1 (1 vote)

Anzeige

Kommentare

Wenn man € 200.000 für ein Mehrzweckgerät ( Bauhof) ausgibt , welches kein
Mensch braucht muss man sich nicht wundern wenn auf der anderen Seite das Geld fehlt.
Mehrzweckgebäude ganz klares Versäumnis der Gemeindeführung. Jahrelang hat man sich
an den Versager Schöffel rangehängt und die Brendel-F. soll es jetzt richten .
Jegliche Überlegung Therme ist Verschwendung von Gedankengut. Thermenruine und Grundstück
gehören Kristall Bäder AG und was die machen steht in den Sternen.
Abnahme der Brücke in diesem Zustand absolut unmöglich.
Oberfläche krumm und schief und vom Strassenniveau gar nicht zu sprechen.
Oh Heimat Deine Sterne. Der Reichenberger soll sich lieber mal mit um die Beschaffenheit
innerorts kümmern als in die Sterne greifen.
Mehrzweckgeräte: DOCH! Der Handymänn" braucht's! Der komische Mann (?) aus WARMENsteinach!!" Der Lakaie vom Ritter. Der alle anderen Kollegen "VERKAUFT"!!!"
nun ist bestätigt, dass unter der Führung des Herrn G. Ritter 1.Bgm. nichts vorwärts geht. Den Reichenberger braucht man zum Thema Therme und BLSV-Camp nichts entlocken, er hat die Gemeinde damals hintergangen und verraten. Das Kleinod Fichtelsee hat man sinnlos verschandelt und jegliche Idylle genommen, Gott sei Dank gibt es dort einen rührigen Besitzer der die Arbeiten an der Brücke selber löst, sonst wäre die Brücke noch 3 Jahre gesperrt, leider alles zu Lasten des Fremdenverkehrs. Ein Armutszeugnis für einen Bürgermeister das er nicht einmal die Fördermöglichkeiten kennt und ausschöpfen kann. Auf den Foto fehlt Frau Brendel-Fischer, wollte Sie nicht mit drauf ?
...der ganze Gemeinderat besteht aus Spezialisten!!! Eine "traurige" (Gurken)Truppe!
Die glauben noch an die Geschichten, die ihnen erzählt werden...
Zum 1. Bgm. kann man sagen: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!
Siehe Zeiten als sogenannter Kämmerer. Und was ist mit der Verwaltungslei(d)terin?
Bei Herrn Schwarz wäre so etwas NIE passiert! Aber die "neue" Führung alles geändert.
Beim Namen Schwarz sah/sieht man ROT!!!
da haben Sie recht, der kann ja nicht mal Zuschußunterlagen ausfüllen,wahrscheinlich versteht er sie gar nicht. Das wird auch der Grund sein für das ewige Lügen, das haben jetzt auch schon alle gemerkt. Der ist mit diesem Amt geistig total überfordert. Naja und seine Verwaltungsleid(terin) ist halt ein Feuerwehr-(gschbusi). Nur leider hilft das Fichtelberg in keinster Weise, alles geht zurück, verschlammt und vergammelt. Abholzen kann er, siehe Fichtelsee, ehemaliger Mailerplatz ganz schlimm das Kriegerdenkmal an der Fichtelberger Kirche, die Bürger schütteln nur noch mit dem Kopf.
Das Kernproblem der Kommunen, nicht nur der im Fichtelgebirge, spricht auch Frau Brendel-Fischer nicht an: Punktuelle Projektförderung ist kein Ersatz für eine grundlegende, bessere Finanzausstattung der Gemeinden, die einen wirklichen Gestaltungsspielraum eröffnet. Wer von der Hand in den Mund lebt kann weder Rücklagen bilden und langfristig planen noch nachhaltig wirtschaften.