Glenk Bräu braut wieder

In diesen Tagen installieren Handwerker in dem Neubau Eichelweg 14 Sudkessel, Lagertanks und Abfüllanlage. Hopfen und Malz sind bereits bestellt, der Braumeister kann sofort loslegen, sagt Eckhard Hentes. Der Bayreuther Unternehmer ist Altstädter mit Leib und Seele. Vor einigen Jahren hat er nach dem Glenk-Konkurs Grundstücke am Eichelweg gegenüber der Brauerei erworben, unter anderem den Biergarten. 

Bräustüberl am alten Ort

2014 ließ er das am 5. April 1945 zerbombte Bräustüberl am ursprünglichen Ort wieder errichten. Sein Ziel war es immer, das Altstädter Brauwesen zu erhalten. Schon früh sicherte er sich daher die Baugenehmigung, um am Rand des Biergartens eine neue kleine Brauerei errichten zu dürfen.  Seit 16. Juni besitzt er auch die Rechte am Namen Glenk Bräu, wie ein Brief des Konkursverwalters Ulrich Graf belegt.

Dunkles und Pils

Die Pläne für die neue Glenk-Brauerei sind weit fortgeschritten:  Die ersten Biersorten, die aus dem neuen Kesseln kommen sollen, sind das Original Altstädter Dunkel und ein Pils. Bislang braut Georg Stöckel nach Hentes eigenem Rezept das Altstädter Dunkel. Wenn das Bier dann wieder direkt in Bayreuth hergestellt wird, will sich die neue Glenk Bräu auch für die Feste der Stadt bewerben – dort dürfen bekanntlich nur ortsansässige Brauereien ausschenken. Es soll am Eichelweg bald auch Brauseminare für Kleingruppen geben.

Ein buntes Haus

Der Betreiber will mit dem neuen Brauhaus klein und fein bleiben: Zehn Hektoliter können täglich produziert werden. Das soll den Eigenbedarf im Glenkgarten und im Bräustüberl decken. Gaststätten und Getränkehandel kommen nach und nach dazu. Bei den Brauzutaten setzt man auf deutsche Qualität. Während beim Bier keine Experimente gemacht werden, hat Eckhard Hentes beim Bau des neues Brauhauses "gespielt": Ein Kunstmaler hat die Fassade in leuchtenden Farben gestaltet. Und wer genau hinguckt, stellt fest, dass unter anderem ein Bierkrug in die Wand eingemauert wurde - natürlich einer von Glenk Bräu.

 

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