Gesees im Planungsjahr: Ruhe vor dem Sturm

Geplant werden unter anderem der Umbau des Gemeindehauses in der Weinbergstraße, Schutzmaßnahmen vor dem Hochwasser des Funkenbachs, die Sanierung  von Forkendorf und der Straße nach Forstmühle sowie der Bau eines neuen Feuerwehrhauses. Die Planungskosten kann die Gemeinde aus der eigenen Tasche bezahlen. Für die Umsetzung stehen in den nächsten Jahren aber Kreditaufnahmen in Millionenhöhe an.

900.000 Euro mehr als geplant hat die Gemeinde Gesees in diesem Jahr zur Verfügung. Weil Projekte, wie die Sanierung der Straße von Forkendorf nach Forstmühle, oder der Umbau des Gemeindehauses Weinbergstraße, im vergangenen Jahr nicht angegangen wurden. Und auch in diesem Jahr soll erst einmal gründlich geplant werden.

Immer noch kein Standort für das Feuerwehrhaus

Für die Feuerwehr stehen 40.000 Euro im Haushalt bereit und nicht, wie einst angedacht, 800.000 Euro. Weil es für den Neubau des Feuerwehrhauses noch immer keinen Standort gibt, soll erst in das Nötigste investiert werden. In Atemschutzgeräte zum Beispiel. Während Alfred Hahn (Gemeinderat für die Freien Wähler und ehemaliger Kommandant der Feuerwehr) kritisiert: „Ihr schiebt das absichtlich immer weiter hinaus, nur damit der Haushalt passt“, entgegnet Bürgermeister Harald Feulner (FW): „Wir gehen die Schritte weiter, die wir mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen haben.“

Die 650.000 Euro, die für den Umbau des Gemeindehauses in der Weinbergstraße zur Verfügung stehen, werden aller Voraussicht nach gar nicht gebraucht. Feulner sagt: „Wahrscheinlich wird es günstiger.“ Weil auch bei diesem Projekt im laufenden Jahr nur eine Zustandserfassung, Planung und statische Untersuchungen anstehen. „Fraglich, was da heuer noch gebaut wird“, so Feulner.

"Da brichst du dir den Hals."

Für die Sanierung von Straßen stehen 50.000 Euro bereit. Nicht zuletzt, weil Alfred Hahn den schlechten Zustand des Gehwegs in der Pettendorfer Straße ins Spiel brachte. „Da brichst du dir den Hals“, sagt der Gemeinderat der Freien Wähler. Mit einer Umsetzung in diesem Jahr könnte es aber auch hier eng werden. Claus Hofmann (SPD) sagt: „Das muss erst einmal ausgeschrieben und geplant werden.“

Ebenfalls nicht in diesem Jahr umgesetzt wird die Sanierung der Straße von Forkendorf nach Forstmühle. „Wir schieben das schon lange vor uns her, aber auch heuer wird nicht gebaut“, sagt Verwaltungsleiter Sigi Müller. Weil zunächst einmal Gespräche mit dem Amt für ländliche Entwicklung abgewartet werden müssten. Immerhin: 353.000 Euro stehen für den Bau eines Radwegs von Gesees nach Obernschreez bereit. 242.000 Euro wird der Freistaat zurückzahlen.

Zu guter Letzt werden auch die Dorferneuerung von Forkendorf und Maßnahmen zum Hochwasserschutz in diesem Jahr für je 10.000 Euro erst einmal geplant. Über 650.000 Euro wird die Dorferneuerung in den folgenden drei Jahren vermutlich verschlingen. 210.000 Euro werden im nächsten Jahr fällig, um zu verhindern, dass in Gesees künftig kein Wasser in die Häuser läuft, wenn der Funkenbach wieder einmal über die Ufer tritt.

Bürgermeister Feulner nennt das Jahr 2017 daher „die Ruhe vor dem Sturm“.

Nicht bewertet

Anzeige