Gelbe Tonne ab 2018 im Landkreis

Landrat Hermann Hübner bezeichnete die Änderung aufgrund des demografischen Wandels und eines geänderten Nutzerverhaltens als „notwendig und zukunftsweisend“. Details würden noch festgelegt. Die Gelbe Tonne wird voraussichtlich 240 Liter fassen. Ob es noch andere Größen geben wird, soll noch besprochen werden. Durch die Umstellung entstünden auch dem Landkreis keine zusätzlichen Kosten. Die  Finanzierung der Gelben Tonne werde weiterhin durch die Dualen Systeme außerhalb der öffentlichen Abfallentsorgung geregelt, erläuterte Pressesprecher Michael Benz.

Die Verhandlungen mit dem zuständigen Dualen System der BellandVision GmbH in Pegnitz über die Einführung der Gelben Tonne seien erfolgreich gewesen. BellandVision werde nun die Abfuhr-, Sortier- und Verwertungsleistung für den Landkreis ausschreiben. Das Sammeln von gebrauchten Verkaufsverpackungen in den Wertstoffhöfen entfalle künftig. Aber: Das Sammeln von Altpapier, Altglas und Grüngut ist nicht betroffen, es könnten sich jedoch Veränderungen in den Wertstoffhöfen (Standorte und Öffnungszeiten) ergeben, die mit den Gemeinden noch abzuklären seien.

Der Inhalt der Gelben Tonne wird in einer Anlage sortiert und dann an Verwerterbetriebe geliefert. Das Abholen,  Sortieren und Verwerten der gebrauchten Verkaufsverpackungen ist Aufgabe der Dualen Systeme, für die Überwachung sind die Landesumweltbehörden zuständig. Auch in den vergangenen Jahren war für die in den Wertstoffhöfen erfassten Verpackungen „keine vollständige Nachvollziehbarkeit der Verwertungswege mehr gegeben“, berichtete Benz. Die Gelbe Tonne ist für das Landratsamt eine andere Form der Sammlung von Verkaufsverpackungen, die den Wünschen und Bedürfnissen der Bürger angepasst sei. Dies habe keinen Einfluss auf die Verwertung. Die Behörde geht von einem vergleichbaren Sortierergebnis aus. Auch künftig sollen Verpackungen „restentleert und löffelrein“ in die Gelbe Tonne geworfen werden. 

Die Junge Liste und die Wahlgemeinschaft hatten im Oktober 2014 im Kreisausschuss eine telefonische Befragung aller Landkreisbürger zur Gelben Tonne beantragt. Die Mehrheit der Einwohner hatte sich für die Einführung der Tonne ausgesprochen. Gleichzeitig wollten die Bürger, dass die Wertstoffhöfe erhalten bleiben. Der Goldkronacher Bürgermeister Holger Bär, der für die Junge Liste im Kreistag sitzt, bezeichnete die Einführung der Gelben Tonne als „Erfolg für den gesamten Landkreis“. Ältere Menschen, die nicht mehr so mobil seien, täten sich schwer, ihren Plastikmüll zum Recyclinghof zu bringen. Bär hoffte, dass die Mülltrennung künftig leichterfallen wird, weniger Verpackungsmüll in die Restmülltonne gelangt. Die Gelbe Tonne ist für ihn „eine saubere Lösung“.     

Der Gemeinderat von Eckersdorf hatte bereits im Oktober 2013 den Antrag an den Kreistag gestellt, die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack einzuführen. Nach Ansicht des Gremiums sollten die Eckersdorfer Bürger „von der Belastung befreit werden“, ihren  Plastikmüll nach Sorten getrennt zum Recyclinghof zu bringen, erläuterte Verwaltungsleiter Bernhard Brosig auf Anfrage den Beschluss.

 

 

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Kommentare

Hurra!!!
Wenn man genug Platz hat für ein weiteres Ungetüm, kann man ja leicht fröhlich sein.
Es geht den Befürwortern ausschließlich um ihre Bequemlichkeit.
Das Argument mit den alten, nicht mobilen Bürgern wird mittlerweile für jede Diskussion missbraucht.
Wo haben's denn dann den Plastikmüll her, wenn sie gar so immobil sind?
Bequemlichkeit hin oder her. Wenn man mal berücksichtigt wieviele tausende (zehntausende?) Kilometer monatlich alleine im unsern Landkreis mit dem Auto zur Entsorgung bei der Fahrt zu den Recyclinghöfen zurück gelegt werden sind wir wieder bei einem anderen Thema der Umweltbelastung.
Wie immer hat ALLES nicht nur eine Seite!
Endlich kommt die gelbe Tonne. Danke an die engagierten Kreisräte der Jungen Liste und der Wahlgemeinschaft
Endlich kommt die gelbe Tonne. Danke an die engagierten Kreisräte der Jungen Liste und der Wahlgemeinschaft
Zeit wird´s
Besser zu versuchen Kunststoff zu vermeiden. 5.- € pro Plastiktüte! Bei 0,10 € macht sich keiner Gedanken
Zeit wird´s
Besser zu versuchen Kunststoff zu vermeiden. 5.- € pro Plastiktüte! Bei 0,10 € macht sich keiner Gedanken
Na "derzeh", wenn Sie's zweimal schreiben, widersprechen Sie sich halt genauso oft.
Sich auf ein gelbes 240-Liter-Ungetüm freuen und sich zugleich für Müllvermeidung einsetzen - logisch ist anders.
Da ich auf "Tom's" Kommentar nicht antworten darf, schreib' ich's halt hierher:
Unter diesem Gesichtspunkt (den niemand abstreitet) hätte es aber der "Gelbe Sack" auch getan.
Und wenn Sie fertigargumentieren möchten, müssten Sie konsequenterweise noch drei Tonnen für die verschiedenen Farben Glas fordern...
Glascontainer gibt es an jeder Ecke, mit großzügigen Öffnungszeiten, Flaschen kann man also besser mal bei ohnehin notwendigen Fahrten mitnehmen. Schlechter Vergleich.
Was ist denn am gelben Sack besser als an der Tonne? Es wird nochmal Müll produziert, sie fliegen bei Wind durch die Gegend etc.
1. Glascontainer gibt es nicht an jeder Ecke!
2. Letztmals: Das 240-Liter-Monster stellt für mich ein Problem dar, weil ich nicht weiß, wohin damit!
Natürlich gibt es Glascontainer an (fast) jeder Ecke. Allein auf dem Weg zur meiner Arbeit (9,5 km) kann ich an 4 Glascontainern halten ohne den geringsten Umweg fahren zu müssen. Somit stimme ich da Kernig 100% zu!
Und mal ehrlich. Haben Sie keinen halben qm Platz für die Tonne oder wollen Sie einfach keinen Platz dafür haben? ;-)
Jetzt haben Sie mich erwischt, Tom ;-)
Ich hab' tatsächlich einen halben qm Platz...
Aber leider nicht in einer Scheune, Schuppen, Garage oder sonstwo, sondern auf freier Fläche vor dem Haus. Über die Optik brauchen wir uns da wohl nicht zu streiten.
M.E., und da bin ich nicht alleine, hätt's der Gelbe
Sack genauso getan.
Ist halt net ganz so bequem...
Eine GelbeTonne ist besser als der in der Stdt übliche Gelbe Sack. Die Säcke reißen oft auf und dann verteilt sich ihr Inhalt in der Umgebung.
Stadt, nicht "Stdt"
Grossvater, wo gedenken Sie denn dann die Säcke bis zur Abholung zu lagern?
Im Freien ziehen diese Ratten an und in der Wohnung mag ich sie jedenfalls kein vier Wochen aufbewahren.
Wenn schon, dann bitte die Tonne. Die gelben Säcke reißen bei etwas festeren Verpackungen wie z.B. Tetrapack sofort. Außerdem fliegen diese bei etwas Wind durch die Gegend, reißen auf und der Inhalt verteilt sich überall. Fahren Sie mal am Abholtag beispielsweise durch die Bamberger Straße in Bayreuth. Das ist nicht nur optisch ärgerlich sondern durchaus auch gefährlich, weil die Säcke oder deren Inhalt herum fliegen und sich verteilen.
Und Dummköpfe stapeln die Säcke zur Abholung auch noch übereinander, so dass die unteren noch wahrscheinlicher platzen.
Der Gelbe Sack lässt sich sehr leicht in der Garage lagern im Gegensatz zur überdimensionierten Tonne.
Auch bin ich gespannt, wie die Zuteilung erfolgen soll. Pro Haushalt, pro Wohngebäude (wird in Mehrfamilienhäusern richtig lustig) oder pro was?
Mich würde auch interessieren, ob die Begeisterung genauso groß wäre, wenn die Abholung im Gegensatz zur Selbstanlieferung mit Gebühren belegt wäre. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...

"Aber was nicht ist, kann ja noch werden..."

Da geb ich Ihnen recht. Wäre nicht das erste mal. Gebühren sind schnell mal eingeführt!
Was die Tonnen angeht wären verschiedene Größen sicher die beste Lösung. Kann ja nicht sein das bei nem 1 oder 2 Familenhaus eine gelbe Tonne steht und das bei einen Hochhaus mit 40, 50 oder noch mehr Partein dann zwanzig gelbe Tonnen!
Es gibt außer Tonnen auch noch Container auf Rädern, wie bei den grauen, braunen und blauen Tonnen auch.
Müssen die Entscheidungsträger halt ein paar Tage an den Tegernsee ins Wellnesshotel.
Vielleicht fällt ihnen dann in der Sauna oder auf der Massagebank was Vernünftiges ein...
Großvater:
Schon mal Nudeln gekauft, die nicht mit Plastik verpackt waren? Auch Fenster in Papppackungen sind Plastik. Nur einen Wocheneinkauf OHNE ist nicht möglich. In so fern freue ich mich über die Tonne.
Für Mehrfamilienhäuser gibt es übrigens gelbe Container wie ja auch für den Restmüll. Der Berg Mülltüten ist ja weg, da ist ja jetzt Platz für.
Vermeiden ist dennoch der Königsweg. Eine halbvolle Tonne ist besser als eine volle Tonne.
Der Berg Mülltüten ist nur da, wenn Abholung ist, die Tonne steht ständig rum.
Außerdem ist für mich der Gelbe Sack eh nur die zweitbeste Lösung, wie Ihnen nicht entgangen sein dürfte.
Besser ist immer noch die Selbstanlieferung.

Aber die zum dualen System gehörenden Unternehmen haben sich zur Abholung verpflichtet. Dafür ist auch ein Kostenanteil in allen Produktpreisen enthalten. Diesen haben die Bewohner des Landkreises bisher bezahlt, ohne eine Gegenleistung zu bekommen.
Abschließende Frage:
Sind die in der Stadt Bayreuth um soviel dümmer als die im Landkreis, da sie ja die immensen Vorzüge der Tonne nicht erkennen?
Sie wollen doch nicht schon wieder Dinge vergleichen, die nicht vergleichbar sind? Die Stadt hat einen Bauhof mit umfassenden Öffnungszeiten, wo man gelbe Säcke komplett abgeben kann.
Bei uns hat der Bauhof nur wenige Stunden geöffnet, Kunststoffe müssen sortenrein dort abgegeben werden, wir haben herzhaft über die Broschüre mit der Anleitung zum Erkennen der Kunststoffarten gelacht. Man kann auch einmal wöchentlich vor der Dorfgemeinschaft seinen -natürlich säuberlich gereinigten- Müll ausbreiten und sich beim Sortieren helfen lassen. Also mich habe andere Hobbies.

Am besten wäre ein komplett anderes Entsorgungssystem: die Trennung nach trockenem un feuchtem Müll. https://www.hna.de/kassel/gibt-wohl-eine-tonne-mehr-1192110.html

Und natürlich: weniger Müll produzieren...
Jetzt wird's schräg!
1 In welche Gemeinde leben Sie - die sind da drauf!
2. Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass irgendein Bayreuther seine Gelben Säcke wegfährt, wenn sie vor der Haustüre abgeholt werden.
3.Wieso vergleiche ich "schon wieder" Dinge?
3.
3.
1. In einer im Landkreis Bayreuth. Und ich weiß, dass das durchaus Usus ist - auch in anderen Gemeinden. Empfehle das Lied "der König vom Wertstoffhof" von Frau Schwarzmann ...
2. Umso praktischer, wenn sie abgeholt werden. Woher kommen dann wohl die entsorgten gelben Säcke in den Containern im Stadtbahnhof Bayreuth, wenn niemand welche wegfährt?
3. Sie haben ja auch mit der Glasentsorgung verglichen.
Daran finde ich nichts Schräges.

Sie sagen, sie haben keinen Platz für einen gelbe Tonne, bleiben die Antwort schuldig, wo sie Säcke lagern würden und warum die weniger Platz brauchen. Auch ist eine Tonne stabiler und hygienischer als aufgerissene, angefressene und umherfliegende Säcke.
Die Forderung nach verschieden großen Tonnen finde ich eine Überlegung wert.


1. Musik interessiert mich nicht.
2. Schätzungsweise von Kreisbewohnern mit Beziehungen und von Bauhofmitarbeitern.
Im Übrigen bin ich gar nix schuldig und habe den Unterschied schon geliefert. Eine leere Tonne beansprucht den gleichen Platz wie eine volle (glaub ich zumindest - aber hier wird ja alles angezweifelt), ein leerer Sack beansprucht ungefähr den Raum eines leeren Sacks.
Die Lagerung des vollen Sacks ist für mich größen- und formbedingt in der Garage möglich.
Und letztmals, weil ich jetzt keine Lust mehr habe:
"Ich will weder die Tonne noch den Sack!"
Für den Einzelhaushalt ist es wahrscheinlich relativ gleich ob Tonne oder Sack. Für Wohnanlagen ist das Einrichten eines weiteren Stellplatzes für gelbe Tonnen schon höchstproblematisch.
Danke - endlich einer!!!
Ich sehe da auch Probleme in der Wohnanlage:
- der angelegte Platz (mit Sichtschutzwänden + Tür) ist nach Einführung der "blauen Tonnen" voll genutzt = keine freier Platz mehr; d.h. Geld in die Hände nehmen und umbauen, oder auf die Straße stellen
- und dann haben wir noch Nachbarn, die bereits jetzt schon mit der Trennung in Bio, Papier + Müll überfordert sind, wenn da noch "eine" dazukommt ...... oh je