Geiselgangster Degowski kommt frei

Die zuständige Strafvollstreckungskammer kam nach Angaben eines Gerichtssprechers am Dienstag zu dem Schluss, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Strafaussetzung zur Bewährung nach nunmehr fast 30 Jahren Haft vorliegen. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Degowski hatte bei der Geiselnahme von Gladbeck im August 1988 mit seinem ebenfalls weiter inhaftierten Komplizen Hans-Jürgen Rösner eine Bank in der Ruhrgebietsstadt überfallen und mehrere Geiseln genommen.

Zwei Geiseln erschossen

Im Verlauf ihrer dreitägigen Flucht erschossen die Täter zwei Geiseln, ein Polizist kam während des Einsatzes durch einen Verkehrsunfall ums Leben.

Wegen des Verbrechens wurden Degowski und Rösner 1991 vom Landgericht Essen zu lebenslanger Haft verurteilt. Später stellten Gerichte bei beiden Tätern eine besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt.

Dabei wurde für den in Werl inhaftierten Degowski eine Mindesthaftdauer von 24 Jahren festgelegt, die er längst verbüßte.

Positive Prognosen

Zur Vorbereitung der Entscheidung für eine Freilassung Degowskis holte die Arnsberger Kammer unter anderem das Gutachten eines renommierten Sachverständigen ein. Zudem wurde Degwowski persönlich angehört.

"Die Kammer hat sich im Ergebnis den positiven Prognosen des Sachverständigen und der zuständigen Justizvollzugsanstalt Werl angeschlossen", erklärte der Gerichtssprecher.

Nicht bewertet

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Kommentare

Klasse, der kommt frei.
Kommen die von ihm umgebrachten auch ins Leben zurück?
Wohl nicht.
Und dann bekommt er wieder.... ach ich will gar nicht daran denken.
...jetzt wird's hinten höher als vorn! Eine BODENLOSE FRECHHEIT! Täterschutz statt
Opferschutz!!! Deutschland: Deine Gerichtsbarkeit. In unserem "schönen" Land,
wo Milch und Honig fließt, ist soooo vieles im argen!
Ich denke auch, der Arme, ist ihm doch 1988 so ein kleines Missgeschick passiert;
deshalb volle Unterstützung durch den Deutschen Staat;
muss eben der SV-pflichtige Bürger ein paar € mehr abgezogen bekommen
Dieser Fall ist doch noch einigermaßen erträglich. Immerhin hat er 30 Jahre abgesessen. Es gibt bei uns Mörder, die nach wenigen Jahren frei herumlaufen. Oder im schlimmsten Fall Täter, die zum Tatzeitpunkt minderjährig, betrunken oder bekifft waren. Dort geht es dann meistens mit "Bewährung" einher - welch Hohn allein für dieses Wort...
Montag, 13. November 2017 - 11:06