Gartenschau: Rennen statt flanieren

"Nur die Harten kommen in den Garten", sagt die Frau, die Tor der Landesgartenschau am Mittwochmorgen Dienst hat. Eiskalter Wind. Vier Grad. Nach ihrer Aussage kommt er auf jeden Fall rein. In den Garten. Und in die Gartenschau. Florian Maßen, einer der Erfinder des Mainauenlaufs am 11. Juni. Er kommt in kurzen Laufhosen und einem dünnen Daunenjäckchen zum Gespräch mit unserer Zeitung auf die Gartenschau. "Geht schon so", sagt er und grinst. Läufer gehören ja zu den Härteren. Denn das Wetter darf kein Hinderungsgrund sein, die Schuhe zu schnüren und sich fit zu halten.

Ein Lauf für die Sinne

Maßen und Achim Schmidt aus dem Vorstand der MaliCrew, einem Bayreuther Verein, dessen Zweck der Spaß am gemeinsamen Laufen ist, hatten schon früh die Idee, die Landesgartenschau als Bühne für eine sportliche Veranstaltung zu nutzen. Etwas, was über den Fun-Run hinaus geht. Die MaliCrew ist bei vielen großen und kleinen Läufen dabei. Beim Fun-Run am Sonntag natürlich auch. "Ich leider nicht, weil ich da im Urlaub bin. Aber es ist das erste Mal, dass ich da nicht mitlaufe." Die Bayreuther sollen nicht nach dem Fun-Run wieder langsam aufhören mit dem Laufen. Sondern die Form ausbauen. Und dann beim ersten Mainauenlauf mitmachen, Einem "Lauf für die Sinne", wie ihn die Organisiatoren nennen.  

Große Interesse

"Das Interesse ist groß. Wir haben schon rund 400 Anmeldungen. Vor allem, seit bei Maisel beide Läufe voll sind, kommen immer mehr Anmeldungen. Und da kommen noch einige dazu, weil gerade Firmen Interesse haben, was für die Gesundheit der Mitarbeiter zu tun. Und sie zum Mitmachen zu animieren", sagt Maßen. Das Ziel: "Wir wollen 750 Läufer. Das wäre klasse." Wobei: Es geht nichts ums Geld. Oder darum, das Drumherum zahlen zu können. "Wir haben die schwarze Null jetzt schon. Durch unsere Sponsoren." Mit den 25 Euro Nenngebühr sei nichts verdient. "Die gehen mit dem Shirt, mit der Eintrittskarte für die Gartenschau und so weiter drauf." Der MaliCrew gehe es darum, "für die Leute einen schönen Lauf zur organisieren. Und mit den Leuten einen schönen Tag auf der Landesgartenschau zu haben", wie es Maßen formuliert.

Eisstadion: Weit weg aber zumutbar

Die Kritik von verschiedenen Teilnehmern, dass das Eisstadion, wo die Läufer sich umziehen und nach dem lauf duschen können, zu weit weg vom Veranstaltungsort sei, kann Maßen nachvollziehen. Aber nur zum Teil. "Es war schenll klar, dass wir es nicht auf dem Gelände anbieten können. Und dass wir einen großen Ort brauchten." Das Schulzentrum Ost sei schnell ausgeschieden, "wegen der Parkplätze, die die Gartenschau braucht". Das Eisstadion sei gut geeignet zum Umziehen, Gepäck verstauen. "Und es ist 1300 Meter weg vom Gelände. Das ist nicht ungewöhnlich bei kleineren Läufen."

Strecke: Fünf oder zehn Kilometer?

Die Strecke mit fünf oder zehn Kilometern Länge steht jetzt auch. "Die fünfte Variante ist es schließlich geworden", sagt Maßen. Eine nicht sehr schnelle, dafür aber anspruchsvolle, wellige Strecke. Vom Start in der Nähe der Jungen Landesgartenschau, nicht weit weg vom Eingang Nord, Eremitagestraße, geht es die lange Gerade Richtung Damm des Einschöpfbauwerks. "Dann raus aus dem Gelände, vor zum Volksfestplatz, über den Main drüber und gleich wieder links." An den Schrebergärten vorbei rennen die Läufer Richtung Äußere Badstraße, am Haupteingang der Gartenschau vorbei und Richtung Obere Röth. In Colmdorf gibt es einen Wendepunkt und dann geht es Richtung Eremitagestraße und dann von hinten wieder ins Gelände der Landesgartenschau rein. 

Gleiche Zeitmessung wie beim Fun-Run

"Wir haben die gleiche Zeitmessung wie beim Fun-Run. Der Chip ist in der Startnummer." Genau muss es zugehen. Schließlich wird der Stadtmeister über die Zehn-Kilometer-Distanz am 11. Juni ermittelt. Die Startnummernausgabe ist am 10. Juni von 16.30 bis 18.30 Uhr und am 11. Juni bis 9 Uhr im Eisstadion. "Da kann man dann auch noch nachnennen." Nach dem Lauf und der Siegereherung sollen die Läufer entweder gleich am Gelände bleiben, oder wiederkommen. "Wir wollen mit ihnen einen schönen Tag verbringen", sagt Maßen. "Abends ist ja das Konzert von Michael Fitz auf der Seebühne. Wir machen ein kleines Get-together zum Ausklang im Pavillon des Obst- und Gartenbauvereins, den uns unsere Schirmherrin Gudrun Brendel-Fischer zur Verfügung stellt."   

Alle Artikel zur Landesgartenschau finden Sie hier

Nicht bewertet

Anzeige

Kommentare

Es fehlt ein Fußballplatz auf der LGS!
Ebenso fehlt ein Hubschrauberlandeplatz und der direkte Zugang zur Nordsee.
Eine Beamstation nach Großderschau-Wilhelminenaue.
Kiepfa ich da etzt a Freibier vor dei Nosn.
Etzt hods mas Beam weggabeamd. :-(