Gartenschau-Pavillons stehen zum Verkauf

In den Häusern, die zusammen den Mainauenhof bilden, präsentieren sich ab 22. April nacheinander Gemeinden und Tourismusverbände aus dem Landkreis. Doch mit dem Ende der Landesgartenschau am 9. Oktober haben die kleinen Gebäude ausgedient. Der Landkreis bietet das Haupt- und das Nebengebäude den Kommunen aus dem Landkreis an.

Landkreis kann Kosten nicht beziffern

Wie viel der Bau des Mainauenhofs gekostet hat, sei aktuell nicht zu beziffern, sagt Herbert Retzer, stellvertretender Sprecher des Landkreises. Denn an den Kosten beteiligten sich auch die Stadt Bayreuth, die Oberfranken-Stiftung, das Heimatministerium und das Leader-Förderprogramm. Einige heimische Unternehmen haben den Hof mit Sachleistungen unterstützt. Retzer verspricht jedoch, dass die Gesamtkosten der Abrechnung öffentlich gemacht werden - rechtzeitig vor dem Verkauf. 

Beratung mit der Förderstelle

 "Wir werden mit der Förderstelle in Bamberg einen sinnvollen Preis festlegen", hatte Landrat Hermann Hübner in der Sitzung des Kreisausschuss angekündigt. Wer die Gebäude am Ende erhält, soll der Kreisausschuss entscheiden.

Vorlauf für Baugenehmigung und Finanzierung

Dass der Landkreis den Verkauf schon vorbereitet, bevor die Landesgartenschau überhaupt angefangen hat, liegt an den Vorlaufzeiten: Die Gemeinden bräuchten Zeit, die finanziellen und baurechtlichen Voraussetzungen für einen Kauf zu schaffen, sagt Hübner.

Gartenbauer wollen ebenfalls verkaufen

Auch der Pavillon des oberfränkischen Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege, der schräg gegenüber des Mainauenhofs steht, soll nach der Gartenschau einen neuen Besitzer bekommen, bestätigt die Vorsitzende Gudrun Brendel-Fischer. Das Gebäude hatten Schüler der Bamberger Berufsschule für die dortige Landesgartenschau im Jahr 2012 gebaut.  Rund 40000 Euro habe der Bezirksverband damals bezahlt. Seither waren die Bauteile in Bayreuth zwischengelagert. Nach der diesjährigen Schau will der Bezirksverband den Container abgeben, um einen Teil seiner Ausgaben wieder einzunehmen.

Interesse gibt es laut Brendel-Fischer bereits im Bamberger Land. Dort könnte der Pavillon später als Waldinfozentrum genutzt werden. "Das würde gut passen." Weitere Interessenten seien aber willkommen, sich beim Bezirksverband zu melden.

Kosten für die Mitarbeiter decken

Wie viel der Bezirksverband für den Container verlangt, steht noch nicht fest, sagt Brendel-Fischer. "Aber wir können das Geld gut gebrauchen, weil wir viel in die Landesgartenschau stecken." Ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem gesamten Bezirk sind dort, um über die wöchentlich wechselnden Themen zu informieren. Sie erhalten Kilometergeld und Verpflegung. Dafür sind die Einnahmen aus dem Verkauf gedacht.

Diese Gemeinden und Verbände präsentieren sich im Mainauenhof

22. bis 27. April BMTG,

28. April bis 4. Mai Pegnitz,

5. bis 11. Mai Hollfeld,

12. bis 18. Mai Referat für Kultur und Tourismus der Stadt Bayreuth,

19. bis 25. Mai Aufseß,

26. Mai bis 1. Juni Neudrossenfeld,

2. bis 8. Juni Nagel,

9. bis 15. Juni Erlebnisregion Ochsenkopf,

16. bis 22. Juni Tourismuszentrale Fichtelgebirge,

23. bis 29. Juni ILE Frankenpfalz,

30. Juni bis 6. Juli Creußen,

7. bis 13. Juli Eckersdorf/Bayerische Schlösser Verwaltung Bayreuth

14. bis 20. Juli Fränkische Schweiz Museum

21. bis 27. Juli Ahorntal

28. Juli bis 3. August Pottenstein

4. bis 10. August Tourismuszentrale Fichtelgebirge,

11. bis 17. August VG Mistelbach und Mistelgau,

18. bis 24. August Mehlmeisel,

25. bis 31. August Himmelkron,

1. bis 7. September Waischenfeld,

8. bis 14. September Plankenfels,

15. bis 21. September Bad Berneck,

22. bis 28. September BMTG

29. September bis 5. Oktober Rogg-In Weißenstadt

6. bis 9. Oktober Erlebnisregion Ochsenkopf

1.3 (3 Stimmen)

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