Gartenschau: Nur kleine Nachbesserungen

Besucherzahlen: Dagmar Voß und Ulrich Meyer zu Helligen lagen am Sonntagnachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung ziemlich genau auf Linie: 18.000 Besucher, schätzten die beiden, werden es am Wochenende gewesen sein. 18.000 sind es auch am Montag, nach der ersten belastbaren Auswertung der Kassen und der Zahl der verkauften Tickets. Die Ermittlung der Besucherzahlen: "Wir rechnen die Dauerkarten mit einem Besuch pro Woche mit rein", sagt Voß. Der Aufsichtsrat habe aus Kostengründen darauf verzichtet, dass Drehsperren wie auf Messen aufgebaut werden, um eine genaue Besucherzahl pro Tag zu bekommen. "In Bamberg gab es das, da ist man auch auf einen Besuch pro Woche bei den Dauerkartenbesitzern im Schnitt gekommen", sagt Voß. Am Wochenende wurden rund 360 Dauerkarten neu verkauft, dazu 4000 Tagestickets. "Wir rechnen im Schnitt mit 4385 Besuchern am Tag. Also liegen wir sehr gut im Schnitt", sagt Voß.

Parken: "Der Parkraumbewirtschafter  sagt, es läuft alles ordnungsgemäß", sagt Ulrich Meyer zu Helligen. Es habe so weit alles geklappt. Die Zahlungsmoral der Besucher auf den Parkplätzen, die nur am Samstag, Sonntag und und den Ferien gebührenpflichtig sind, sei gut. "Die Bayreuther scheinen ehrlich zu sein", sagt Voß. Die Parkplätze an der Jugendverkehrsschule, der kleine Parkplatz gegenüber und die Plätze an der Oberen Röth sind (wie berichtet) nur an den Tagen, an denen keine Schule stattfindet, gebührenpflichtig, sonst sind die Automaten abgedeckt. Alle anderen Parkplätze, also der Volksfestplatz, der Parkplatz Grünewaldstraße, der FC-Platz und der Parkplatz nahe des Haupteingangs haben Schrankenanlagen. Eine Beschwerde habe es aus der Hammerstatt gegeben, dass am Eröffnungstag die Straßen dort zugeparkt gewesen seien. Das habe man im Blick, auch wenn es schwer zu kontrollieren sei. 

Verkehrsregelung: Das Gewohnheitstier hinterm Steuer weicht offensichtlich nur schwer von einmal eingeschlagenen Wegen ab. Deshalb muss jetzt in der Äußeren Badstraße verstärkt die Polizei ran. Denn viele biegen nach wie vor von der Friedrich-Ebert-Straße kommend nach links ab in Richtung Haupteingang der Gartenschau oder eben zur Handwerkskammer. "Baulich und verkehrsrechtlich kann man tatsächlich nicht mehr machen als das, was wir gemacht haben", sagt Meyer zu Helligen. "Dort ist die Linksabbiegerspur abgetrennt, es sind gelbe Markierungen auf der Fahrbahn. Es ist ein Einbahnstraßenschild montiert. Die Leute müssten ja eigentlich auch spätestens dann, wenn sie auf einem eingezeichneten Radweg fahren, merken, dass was falsch läuft." Deshalb wird die Polizei dort verstärkt ein Auge drauf haben. 

Fahrradparkplätze: Da wird noch nachgebessert. Besonders am Haupteingang. "Das war schon recht knapp am Eröffnungstag", sagt Meyer zu Helligen. Am Freitag sollen rund 10.000 Menschen auf dem Gelände gewesen sein. Nahe dran an der Zahl, die man für Spitzentage einkalkuliert hat: 13.000 bis 14.000 werden ab Mai den Sommer über an den Tagen mit höchster Frequenz erwartet. Und da soll ausreichend Stellplatz für Radler sein.

Shuttlebus: Der werde, sagt Meyer zu Helligen, sehr gut angenommen. Der Bus fährt vier Stationen in der Stadt an. "Wir werden allerdings den Abfahrtsort des Shuttlebusses noch etwas besser ausschildern. Damit man auf jeden Fall weiß, wo er abfährt."

Kritik: Kommt immer, sagt Voß. Aber sie hält sich in sehr engen Grenzen, sagen die Geschäftsführer auf Nachfrage. "Einer hat bei uns in der Geschäftsstelle angerufen und sich beschwert, dass die Eintrittspreise zu hoch seien. Aber das haben wir immer. Und das hätten wir auch, wenn wir die Hälfte verlangen würden." Qualifizierte Kritik, die an die Verantwortlichen herangetragen worden sei, gebe es außer der aus der Hammerstatt nicht in nennenswerter Zahl.

Frost: Ist ein Thema, das man mit leichter Sorge beobachtet. "Wir hatten schon überlegt, dass man die Blumen abdeckt, wenn es weiter stärkeren Frost geben sollte. Das Problem ist nur: wenn das dann nachts reinregnet, ist der Schaden größer als wenn man nicht abdeckt", sagt Voß. Normalerweise halten die Frühjahrsblüher schon einiges aus. "Ein paar wenige sind dabei, bei denen sollte es nicht mehr als zwei Grad minus haben. Aber vielleicht sind das, was wir gerade erleben, die vorgezogenen Eisheiligen."       

Nicht bewertet

Anzeige

Kommentare

Es wäre hilfreich, wenn es einen Prospekt mit einem Plan der Abfahrtszeiten der normalen Linienbusse nach 18.10 Uhr, dem letzten Abfahrtstermin des Shuttle-Busses, geben würde.

Man muss dann nämlich entweder zu den Haltestellen Volksfestplatz, Allensteiner Ring, Hölzleinsmühle, Schwabenstraße oder Abzweigung Friedrich-Ebert-Straße/Königsalle laufen. Ein Verzeichnis der dortigen Abfahrtszeiten nach 18.10 Uhr wäre für die LGS-Besucher sehr nützlich, da ja viele Veranstaltungen länger dauern.
Das stimmt. Eine Übersicht mit den Abfahrtszeiten aller Busse an den drei Ein- und Ausgängen wäre gut (z.B. 302, 303).
Und 307, 322.
Außer dem Wetter ist alles super auf der LGS.
Wir werden wohl öfter als 1x pro Woche kommen.

Zwei Kleinigkeiten fände ich noch verbesserungswürdig:
Was mich etwas wundert: warum wird kein größerer Shuttlebus eingesetzt? Der Solobus wird nicht selten unkomfortabel vollgequetscht sein. Der NVF hat doch Dreiachser und Gelenkbusse, die hierfür optimal geeignet wären - Stichwort Kundenfreundlichkeit...
Und der tolle Oldtimer-Doppeldeckerbus könnte an der Abfahrtstelle mit einem großen Plakat samt Abfahrtzeiten beworben werden - wenn er nicht gerade zufällig da steht (1x pro Stunde), kommt man ohne aktives Nachfragen nicht darauf - entsprechend rar besetzt fährt er rum. Wäre doch schön, wenn ihn möglichst viele Touristen nutzen würden. Bei der Bimmelbahn ist's vermutlich ähnlich.

Aber ansonsten Glückwunsch alles Mitwirkenden zur tollen LGS!!!
Der Betreiber des Shuttlebusses ist die Bahn-Tochter OVF (Omnibusverkehr Franken), nicht "NVF". Es gibt dreiachsige OVF-Busse.

Verwunderlich ist auch, warum der letzte Shuttle-Bus schon um 18.10 Uhr fährt. Viele Veranstaltungen dauern länger. Da sollte wenigstens jeweils 15 Minuten nach Veranstaltungsende ein Shuttle-Bus fahren, so dass man nic ht zu den regulären Stadtbushaltestellen laufen muss.
Gibt es schon Zahlen darüber, wieviele potentielle LGD-Besucher nach Wilhelminenaue/Brandenburg gefahren sind?
Korrektur: LGS
Ich würde in Brandenburg oder besser noch gleich bei der Bundesregierung, Bundesgesundheitsministerium, Abteilung völlige Umnachtung, nachfragen. Das Informationsfreiheitsgesetz macht's möglich.
In Brandenburg suchen sie noch einen Zähler. Wäre das nicht ein Job für Sie?
In Brandenburg wurde mittlerweile ein Krisenstab gebildet, um den TAUSENDEN von verirrten LGS Besuchern Herr zu werden. Es wird gemunkelt, man wolle jetzt dort auch ein kleines Blumenbeet anlegen, damit die Verirrten in ihrer Not etwas zu sehen bekommen.
Habt doch Mitleid und Verständnis für unseren Herrn Kiepfer: Er ist traumatisiert, da er mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Beirut gelandet ist.
Und jetzt ist er halt sehr besorgt, dass seinen Mitbürgern ähnliches passiert.
Ach Kiepfer - wer so doof ist, BT in Brandenburg zu suchen, hätte sich wäre vermutlich eh am LGS-Gelände verlaufen und wär im Roten Main ersoffen.
Auf die paar Zehntausend pro Woche mehr kommt es doch nun wirklich nicht mehr an.
Ähhhhh.....
Mann rechnet jede Dauerkarte (derzeit knapp 18000) einmal pro Woche auf die Besucherzahl drauf. Macht bei 25 Wochen LGS rund 450 000 Besucher allein durch die Dauerkarten.
Auf diesem Wege sollte es ja wohl kein Problem sein die angestrebten 750 000 Besucher DEUTLICH zu toppen.
Wenn man diese Zahl als feste Größe hinzuzieht ist man mit den verkauften Einzeltickets aus dem Vorverkauf und dennen aus den ersten 4 Tagen der Schau jetzt schon bei über 500 000.
So kann man seine Zahlen natürlich auch nach oben treiben!