Gartenschau: Grün macht glücklich

Mirko Streich ist ordentlich durchgefroren. Der Pressesprecher der Landesgartenschau steht stundenlang im Kulturkabinett, hält die Infos für die Journalisten aus ganz Bayern bereit. Aber Streich ist mehr als nur zufrieden. "Gott sei Dank hat das Wetter gehalten. Das war mal das Wichtigste. Aber das Feedback ist durchweg positiv", sagt Streich. "Gerade eben hat einer gesagt, es sei ,zehn Mal besser, als er es erwartet hätte'." Das Interesse an der Gartenschau habe sich zum Schluss des Vorverkaufs auch im Verkauf der Dauerkarten widergespiegelt: "Wir haben 17.000 Dauerkarten verkauft. Das hatr ncoh mal richtig gebrummt zum Schluss. Die Leute standen in langen Schlangen aus der Tourist-Info raus. Dazu 45.000 Tageskarten. 62.000 Karten ist sensationell."

Er kennt es noch vom Mähdrescher aus

Der Landwirt Willi Lenz ist zusammen mit dem Seulbitzer Ortssprecher Klaus Becher auf dem Gartenschaugelände unterwegs. "Noch gar nicht so lange her, da bin ich mit dem Mähdrescher hier drüber gefahren", sagt er. Einem Nachbarn habe ein Teil des Geländes gehört, das jetzt Gartenschau ist. "Für den Mähdrescher wäre das natürlich jetzt auch optimal, alles so schön eben hier", sagt Lenz und lacht. "Aber Spaß beiseite: Es ist wunderschön geworden. Da kann man mehrere Tage verbringen." Das sagt auch Klaus Becher. Für Besucher jeden Alters sei auf der Landesgartenschau etwas geboten. "Beeindruckend ist die Größe. Und die Vielfalt, die man hier geschaffen hat", sagt Becher. 

Vielfalt und Nachhaltigkeit

Zur Vielfalt auf der Gartenschau trägt der Bund Naturschutz (BN) mit bei. Einer von rund 100 Ausstellern und Partnern. "Bewusst. Und von Anfang an haben wir das Projekt unterstützt", sagt Peter Ille. Nachhaltig sei die Gartenschau angelegt. Gelungen sei sie. Beim BN können Kinder und Jugendliche den Lebensraum Wasser erforschen, "Kleinstlebewesen im Wasser suchen, die Indikator sind für die Wasserqualität. Es haben sich schon über 100 Schulklassen angemeldet", sagt Ille.

"Des is a Wucht!"

"Des könna sa amol schreim: des is a Wucht!", ruft eine Frau ins Gespräch mit Alexander Wild hinein. Wild, der mit dem Förderverein Schloss St. Georgen das Mini-St. Georgen unterhalb des Panoramakabinetts aufgebaut hat, mag erst eigentlich gar nichts sagen zur Gartenschau. "Da bin ich doch befangen." Er antwortet dann doch. Mit Parsifal. "Verändert dünkt mich alles." Veränderung hat sie gebracht, die Gartenschau. Der Schlittenhügel, "der Löwensprung", beispielsweise, ist verschwunden. Dort steht jetzt das Oratorium der Kirchen. Der bunte Andachtsraum unter freiem Himmel, den Wolfgang Becher entworfen hat. Becher nennt die Gartenschau "einen großen Gewinn. Eine schöne Abwechslung nach den ganzen Querelen um die Bürgerbegehren". Was Alexander Wild so gut gefällt: Der Main darf wieder mäandern, "was nach meinem Eindruck die Gefahr von Hochwasser reduziert hat", sagt Wild. Der Frühling sei eine "tolle Zeit für die Eröffnung". Die Menschen haben Lust, raus zu gehen. Man treffe viele Leute hier. "Die Gartenschau ist ein Glücksfall für Bayreuth."

Huml: "Werde nicht zum letzten Mal hier gewesen sein."

Ganz ähnlich sieht das die Gesundheitsministerin Melanie Huml, die es am Morgen gerade noch rechtzeitig zur Eröffnung geschafft hat. Beim Rundgang übers Gelände macht sie Station beim Pavillon des Wasserwirtschaftsamts. Die Renaturierung des Mains sei gut gelungen, sagt sie den Wasserwirtschaftlern. "Es ist wichtig, dass das Element Wasser bei einer Gartenschau mit dabei ist." Sie sei "begeistert von der Eröffungsveranstaltung", sagt Huml. "Und begeistert von dem, was hier geschaffen wurde. Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Gartenschau ein Gewinn ist für eine Stadt. Das Bamberger Gelände wird vier Jahre nach der Gartenschau noch intensiv genutzt.", sagt Huml. Und schiebt nach: "Ich werde ganz sicher nicht das letzte Mal hier gewesen sein."       

 

 

"Genial"

"Genial" nennt Bernd Schreiber, der Präsident der bayerischen Schloss- und Gartenverwaltung, im Gespräch mit unserer Zeitung "die Idee, ein grünes Band zwischen der Innenstadt und dem Park der Eremitage zu spannen". Bayreuth hatte bis zum 22. April 2016 keinen eigenen Stadtpark. "Der Hofgarten ist ja ein Gartenkunstdenkmal." Die Wilhelminenaue als grüne Erholungszone werde der Stadt und den Bayreuthern einen "unglaublichen Gewinn an Lebensqualität und Lebenskultur bringen", sagt Schreiber. 

Michael Hohl, in dessen Zeit die Gartenschau nach Bayreuth geholt worden war, sagt: "Das ist eine Goldmedaille für Bayreuth. An dem Ergebnis der langen Arbeit werden wir viele Jahre unseren Spaß haben." Für die Stadt sei die Eröffnung ein großer Tag. "Das gilt auch für mich persönlich. Denn es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich Bayreuth damals gegen Würzburg durchgesetzt hat."  

Und hier gibt es alle, aber auch wirklich alle Landesgartenschau-Artikel zum Nachlesen

 

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Kommentare

Jetzt habe ich gerade den Bericht http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/die-festspiele-der-blumen_469150 gelobt, weil in ihm das Wort "Wilhelminenaue" nicht vorkommt und was macht der KURIER jetzt?
Haben Sie eigentlich nichts wichtigers zu tun?
Was glauben Sie wie viele das interessiert? Wo fällt der Sack Reis doch gleich wieder um ;-)
Ich habe ohnehin den Verdacht das Sie aus dem Kurierforum, dass es ja nun nicht mehr gibt, hierher abgewandert sind. Dort gabs doch auch noch einen anderen der immer meinte alles was unwichtig ist benötigt unberdingt einen neuen Thread.
Sorry, aber das mußte jetzt raus!
Der Sack Reis (oder wegen der Ortsüblichkeit eben Kartoffeln) fällt bekanntermaßen in der Wilhelminenaue / Brandenburg um...
Gartenschau und Hunde
Ich als Hundebesitzer bin sehr enttäuscht über die Entscheidung das keine Hunde auf das Gelände dürfen. Plastikhunde werden integriert und Lebewesen die zur Natur gehören werden ausgeschlossen.
Es wird ein Tierheim angeboten das Renovierungsbedürftig ist für 10 €. pro Tag. Ich denke es wäre genauso möglich gewesen an den Eingängen/Ausgängen Tütenbehälter und Abfallbehälter aufzustellen so wie für Hunde einen Betrag von 2,50/5,00 € zu verlangen wie es z.B. auch auf Campingplätzen gemacht wird, so wie Leinenpflicht am ganzen Gelände. Seriöse Hundehalter würden das sicher bezahlen und ihre Hunde an die Leine nehmen.
Der Hundeverein durfte auf dem Gelände bleiben.
Das klingt aber auch unlogisch weshalb dann das generelle Hundeverbot. Ach ja Blindenhunde dürfen ja rein nur schade das ich nicht blind bin, bin natürlich froh das ich sehen kann.
Das Arreal des Hundevereins ist eingezäunt, aber die Zufahrtsstraße geht durch das Ausstellungsgelände. Beim Baustellenfest durfte der Hundeverein übrigens Kaffee und Kuchen verkaufen, während der Ausstellung nicht mehr.
Wie eine Freundin aus Berlin mir schrieb: ..."wie abartig ist das denn"...
Freundin aus Berlin? Die Hundehaufedichte ist dort auch kaum zu übertreffen (und ich habe selbst mal dort für zwei Semester leben dürfen...).
Bekommen Hunde etwa Depressionen, wenn sie sich nicht ins Gedränge stürzen dürfen? Den Sommer werden Sie schon überstehen. Bayreuth ist ja groß genug. Man kann die Kirche auch mal im Dorf lasse; es geht ja wohl eher um die Besitzer als die Tiere. Dummerweise wird oft Hunden ohnehin mehr Verständnis entgegengebracht als Kindern.
Wo wird Hunden mehr Verständnis entgegen gebracht? Dürfen wohl Kinder nicht auf das Gelände? Ich habe nicht geschrieben von Hundehaufenproblemen, ich kenne auch dieses Problem, sondern auch wie man dieses Problem angehen kann. Hundehasser führen immer das Problem der Haufen an aber was Menschen in Parks so alles an Hinterlassenschaften verursachen das sieht niemand. Hier und auch anderswo und keine Angst ich kann sehr wohl diese Zeit abwarten.
Mei, man muss doch kein Hundehasser sein, um die Vierbeiner nicht überall dabeihaben zu müssen. Im Übrigen ist ja sicher den meisten klar, dass es in der Regel kein Hunde- sonder ein Halterproblem gibt. Und selbst da sind die meisten ja vernünftig.
Mit Kinderfreundlichkeit war zudem nicht die Gartenschau gemeint, sondern das allgemeine gesellschaftliche Klima.
PS: ich habe Kleinkinder und hatte lange einen Hund. Die Welt ist nicht schwarz-weiß.
Ich habe das auch nicht alles allein auf Gartenschau bezogen, weshalb sollte man Hunde nicht überall dabei haben wollen, sollen? Hab ich einen Hund der zur Familie gehört oder nicht dann kann er auch überall mit hin. Genauso wie ich der Meinung bin wenn man einen Hund hat das der mit in den Urlaub gehört und nicht abgeschoben wird. Außerdem muss man ja nicht zu den Stoß-und Feiertagen mit Hund auf die Gartenschau nicht jeder liebt den Trubel und man möchte auch mal die ganze Pracht in Ruhe genießen und da ist ein einfacher Werktag sicher nicht überfüllt mit den Massen von denen Sie auch geschrieben haben. Nicht immer nur an sich denken auch mal an andere denken die so einen Park anders genießen wollen als nur Trubel. Genauso wie ich an so manche Studenten denke die Bolzplätze und Parks für Party`s nutzen und alles liegenlassen, da könnte ich Ihnen einige Stellen in Bayreuth sagen oder anschließend nachhause gehen und Mühleimer umkippen und der Dreck am Gehweg liegt.
Ach noch was fällt mir ein vielleicht bekommt ein Hund ja "Depressionen" wenn er alleine in einem Tierheim auf sein Herrchen oder Frauchen warten muss und ich denke da nicht an meinen Hund denn der ist ja zuhause sondern an die vielen Fremden die ja erwartet werden und vielleicht nicht kommen in eine nicht hundefreundliche Stadt.
Gehts jetzt hier um die LGS oder um Hunde?
Dürfen Hunden mit ins Kino? Nein!
Dürfen Hunde mit ins Freibad? Nein!
Dürfen Hunde mit in Fahrgeschäfte bei Volksfesten ;-) ? Nein!
usw,usw.......

Und Hunde dürfen auch nicht mit aufs LGS Gelände. Ja! Punkt aus!
Sind Sie denn sicher das Hunde nicht ins Freibad dürfen und auf ein Volksfest dürfen sie wenn auch nicht in ein Fahrgeschäft, wie sind Sie denn drauf, ja es geht um die LGS und es wäre auch eine Einnahmequelle aber das scheint hier ja gar nicht zur Debatte zustehen und die Meinung anderer auch nicht, weshalb eigentlich wahrscheinlich weil es nicht um die Gartenschau Blumen und Natur sondern nur um Trubel und Feiern geht.
Tja, manche Hundebesitzer reagieren manchmal wirklich wie Drogenabhängige. Als ob Ihnen jemand die Zigaretten wegsperrt. Man muss die Welt übrigens auch nicht in Hundliebhaber und Hundehasser aufteilen und um sich strampeln. Etwas weniger Emotionalität täte gut. Dem Hund wird's relativ wurscht sein. Ist nämlich ein Tier, das gut behandelt werden will, aber eben gerade kein Familienmitglied. Fragen Sie ihn mal. Ich mag (manche) Hunde auch, aber man kann's auch übertreiben. Wie mit allem. Auch als ich selbst noch einen Hund hatte, fand ich es äußerst befremdlich, wenn andere Gassigeher ihren Zamperl wie ein Kind behandelten. Und ganz wichtig: Keine Sorge, Ihr Hund wird schon keine Depression bekommen, wenn er nicht zur Gartenschau darf.
Ich sehe schon hier kann man nicht diskutieren da die Herren oder wär Sie sind nicht richtig lesen. Ich habe keine Angst das mein Hund eine Depression bekommt. Ich wünsche der Gartenschau das so viele Menschen kommen wie allgemein erwartet wird mit und ohne Hunde. Jedoch werde ich mir nicht vorschreiben lassen wo ich meinen Hund mitnehme oder nicht denn einen gut erzogenen Hund kann man überall mit hinnehmen was auf anderen Gartenschauen auch möglich war und in Bayreuth ein Problem ist weil es Leute gibt die halt einfach ein Problem daraus machen.
Wieso werden Sie sich nicht vorschreiben lassen wohin Sie überall Ihren Hund mitnehmen dürfen? Gehen Sie zum Beispiel nie ins Kino oder ins Freibad und und und..........?
Soweit ich weiß war es auch auf den meißten anderen Gartenschauen in der Vergangenheit so das dort Hunde eben nicht erlaubt waren. Sorry aber irgendwie ist das kleinkindliches Trotzverhalten.
Wäre eine Webcam oder besser noch Livecam, wie sie heute an vielen Orten stehen (hängen) nicht ne tolle Idee gewesen??!!
In einem Prospekt zur Erreichbarkeit der LGS wird nur auf den Shuttlebus und den Doppeldecker hingewiesen. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Linienbusse an den Haltestellen Volksfestplatz, Allensteiner Ring, Hözleinsmühle, Schwabenstraße und Abzweigung Friedrich-Ebrt-Str./Königsallee sind nicht enthalten.
Ja nicht, dass dann vor lauter Verwirrung noch einer nach Brandenburg fährt und dort die Landesgartenschau sucht und nur Wilhelminenaue findet...
Wenn er Google-Maps oder ein Navigationsgerät benutzt.
Sehr geehrter Herr Kiepfer, sowohl Google Maps als auch Google Earth führt sie nach Eingabe des Begriffs "Wilhelminenaue" direkt zur Landesgartenschau Bayreuth 2016 und nirgendwo anders hin. Fertig aus. Kein Wort von Brandenburg oder Ihrem ganzen anderen Genöle .

Übrigens: Wilhelminenaue, Wilhelminenaue, Wilhelminenaue, Wilhelminenaue, Wilhelminenaue,...
Oh, noch schnell ein Zuckerbrot nach der Peitsche:
Freibier! Freibier!
So, das muss reichen.
@PKR: und damit haben sie die kernaussage: einen gut erzogenen hund kann man überall mit hin nehmen.
und daran haperts. ich gehe nun mal davon aus, dass sie in der tat zu den menschen gehören, deren hund gut erzogen ist. aber leider scheitert es an den haltern. es werden dann wieder hunde rumrennen, die nicht angeleint sind, die nicht wie ihr hund gut erzogen sind ...und und und.
und daher ist es eben so und es ist gut so. hunde dürfen auch nicht ins freibad, hunde dürfen auch nicht zum metzger, ins kino, in museen. ja und? wo ist das problem? in 6 monaten darf ihr hund genauso auf die das offene gelände der gartenschau.
und ich sage ihnen ehrlich, es ist leider so, dass viele hundebesitzer dafür verantwortlich sind, dass es einen sowas von annervt, wenn im park ein hund entgegen kommt. ich kann mit den kindern weder im hofgarten noch sonstwo parkmässig psychisch entspannt spazieren gehen, weil TROTZ leinengebot grade DIE hunde rumrennen, die eben nicht wie ihrer erzogen sind. die plötzlich wie ein irrer auf einen zugerannt kommen. und dafür habe ich kein verständnis. NULL. ich habe kein problem mit angeleinten hunden, die mit ihren haltern durch den park gehen. das ist völlig in ordnung. aber leinengebot und dagegen verstossen und dann noch ein durchgeknallter hund. nein danke. das haufenproblem ist für mich das geringste. aber leider habe ich es zu oft erlebt, dass man von irgendwelchen hunden umgerannt wird. und darunter müssen leider die, die gut mit ihrem hund gehen leiden.
Was Sie hier schreiben habe ich kein Problem damit und kann ich sehr wohl zustimmen, zum Teil, jedoch eine Gartenschau mit einem Lebensmittelgeschäft, sprich Metzgerei zu vergleichen wird dem sicher nicht gerecht. Mir geht es nur darum das nicht alles Grün auch Glücklich macht und ich eben enttäuscht bin. Punkt aus. Genauso wie ich eben auch der, meiner Meinung bin, dass Menschen weit mehr Dreck und Hinterlassenschaft machen als Hunde.
Zum Hundeproblem: Da ist daoch das Vereinsheim und der Übungsplatz des Hundevereins mitten im LGS-Gelände. Können dort nicht die Besucherhunde geparkt werden?
Sehen Sie das wäre auch mal ein Ansatz was zu bedenken wäre da könnte man sicher etwas daraus machen wo doch das Gelände der Hundeschule eingezäunt ist und sicher auch Auslauf bietet für die Hunde der Gäste.
geht es nun um Gartenschau oder eine Hundeschau? Ich mag klassische Autos und darf nicht mit meinem auf Gartenschaugelände. Dabei gehört er auch schon lange zur Familie? Was tun???