Gartenschau: Ärger ums Logo

Im Mai hatte die Angelegenheit schon einmal für Ärger gesorgt: Der Kurier berichtete damals, dass das Logo für die Landesgartenschau einer Vorlage, die man für 39 Euro im Internet kaufen kann, zum Verwechseln ähnlich ist. Für den Bayreuther Designer Stefan Schlags, der schon im Mai die mangelnde Kreativität des Siegerentwurfs kritsiert hatte, bleibt es dabei: Dieses Logo schafft in mehr als einer Hinsicht Probleme. „Immer noch ist die Illustration, die dem Logo zugrunde liegt,  von jedermann zu erwerben."

Jeder kann also Souvenirs und Verkaufsartikel gestalten, ohne dass die Landesgartenschau dagegen eine Handhabe hätte. „Damit lässt sich ein einheitlicher Markenauftritt ganz einfach torpedieren." Mehr noch. Die Landesgartenschau in Bayreuth tritt an, um etwas Besonderes, etwas Einzigartiges zu werden. Dazu, sagt Schlags, passt ein verwechselbares Logo ganz und gar nicht. „Qualität und die Sorge um das Image der Stadt Bayreuth sollten bei der Auswahl des Logos und bei einem Kommunikationskonzept im Mittelpunkt stehen", sagt Schlags und fordert die Verantwortlichen der Landesgartenschau auf: „Verhindern Sie, dass der Eindruck entsteht, dass für Oberfranken und Bayreuth Plagiate gut genug sind."


Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in der Samstagsausgabe (22. Juni) des Nordbayerischen Kuriers.

Nicht bewertet

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Kommentare

Das Logo ist vor diesem Hintergrund einfach nur peinlich - es gibt nur einen vernünftigen Weg:
weg damit und entweder einen anderen der vorliegenden Entwürfe (falls was Brauchbares dabei ist) wählen oder neu ausschreiben.
Alles andere wäre das nächste Fettnäpfchen BT's nach der vermurksten Wagnerjubiläumsvermarktung und der Ausländeramtschelte, die nächsten peinlichen Schlagzeilen wären uns überregional sicher - oberpeinlich!!!
Hier muss ich Herrn Schlags wirklich recht geben. Das Zustimmen zu dem Entwurf wäre zum einen lächerlich und zum anderen schädigend für Bayreuth. Es gibt sicher in Bayreuth selbst soviele kreative Köpfe, die die Stadt mit eigenen Entwürfen vortrefflich repräsentieren würden. Stattdessen drückt man jemand viel Geld in die Hand, der sich unlauterer Mittel bedient. Till Eulenspiegel lässt grüßen!
Dieses Plagiat-Plakat zu verwenden - ein weiteres Armutszeugnis für Bayreuth und Grund zu zusätzlicher berechtigter Häme! Und darüberhinaus sowieso nicht das Gelbe vom Ei und dringend verbesserungsbedürftig!