Galewski heuert bei Cybex an

Als Sportler neigt man dazu, bei einem Wechsel des Arbeitgebers erst einmal an einen anderen Verein zu denken. „Das stand für mich aber nie zur Debatte“, betont Galewski. „Tatsächlich gab es in der Vergangenheit Angebote aus verschiedenen Sportarten, aber das habe ich immer sofort ausgeschlossen.“ Hauptgrund dafür sei die spezielle Weise, in der man sich mit einem Sportverein identifiziert: „Da ist es schwer, zu wechseln und dann anderswo so zu tun, als liege einem das jetzt plötzlich genauso am Herzen.“

Andererseits gebe es genug Gemeinsamkeiten zwischen dem Marketing im Profisport und anderen Branchen, um einen Wechsel reibungslos zu ermöglichen: „Da gibt es Parallelen, was den Markenaufbau betrifft. Zudem sollte man viel in Netzwerken denken, als Teamspieler sozusagen.“ Eine gewisse „sportliche“ Herangehensweise sei gerade seinem künftigen Arbeitgeber nicht fremd, wo neben Philip Raum beispielsweise auch Firmengründer Martin Pos als Vater eines Spielers und hochrangige Mitarbeiter wie Johannes Schlamminger als ehemaliger Zweitligaspieler einen persönlichen Bezug zum Basketball haben: „Außerdem wird das den Sportökonomen an der Uni Bayreuth vermittelt, von denen es einige bei Cybex gibt.“ Den wesentlichsten Unterschied zwischen dem Sport und anderen Arbeitsgebieten sieht Galewski in den längerfristigen Aufgaben: „Im Sport muss man doch oft von vorne anfangen, da gibt es viele Unwägbarkeiten. In der Wirtschaft kann man dagegen eher etwas Stück für Stück entwickeln.“

"Das können meine Mitarbeiter aus dem Effeff"

Für manchen Beobachter besonders überraschend war der Zeitpunkt des Abschieds von Medi Bayreuth Ende Februar. „Es gab schon mehr Vorlauf für den Übergang“, erklärt Galewski. „In meinem Vertrag war eine mehrmonatige Kündigungsfrist vorgesehen, die ich natürlich eingehalten habe.“ Zudem sei vereinbart, dass er von Cybex noch mindestens bis Ende Mai für einige Stunden pro Woche freigestellt wird, um noch bei Medi Bayreuth mitzuarbeiten: „Ein neuer Geschäftsführer muss also nicht unbedingt schon am 1. März im Amt sein.“ Was jetzt noch erledigt werden müsse, um die Saison abzuschließen, bereite kaum noch Probleme: „Das können meine Mitarbeiter aus dem Effeff.“

Für wesentlicher hält Galewski jetzt schon die Planung für die kommende Spielzeit, und dafür sei ein Wechsel erst am Ende der Saison ohnehin nicht optimal: „Ich selbst kam damals erst im Juli zur Spielbetrieb-GmbH, und das war schon sehr spät. Einige Sponsoren habe ich erst bei der Vorstellung der Mannschaft im August überhaupt kennengelernt.“ Sein Nachfolger sollte daher früher feststehen, „damit er die wichtige Zeit zwischen den Spielzeiten schon mit kompletter Vorbereitung in Angriff nehmen kann.“

Dass der Wechsel in der Geschäftsführung von Medi Bayreuth über fachliche Fragen hinaus auch im persönlichen Umgang mit Spielern und Trainern für Probleme sorgen könnte, fürchtet Philipp Galewski nicht: „Raoul Korner ist ein Typ, der praktisch mit jedem gut auskommt. Ich glaube zudem, dass der Aufsichtsrat ihn bei der Suche nach meinem Nachfolger auf dem Laufenden halten wird.“

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