Gaffer filmen Unfall auf der A9

Eine 33-jährige Frau aus dem Landkreis Ansbach verunglückte am Samstagabend bei Starkregen auf dem kurvenreichen Streckenabschnitt der A9, zwischen der Landesgrenze und der Anschlussstelle Berg. "Wohl wegen der den schlechten Witterungsverhältnissen nicht angepassten Geschwindigkeit geriet die Frau mit ihrem Geschäftswagen der Marke VW ins Schleudern und prallte mehrfach gegen die Mittelschutzplanke", teilte die Polizei mit.

Die Dame zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mit dem Hubschrauber ins Klinikum geflogen. Der verunfallte Touran war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf ca. 25.000 Euro.

Wieder einmal zückten an der Unfallstelle vorbeifahrende Fahrzeugführer ihr Handy und filmten die Unfallstelle. "Einer verlangsamte sein Tempo sogar bis auf Schrittgeschwindigkeit um vermutlich die Aufnahme nicht zu verwackeln“, sagte Polizeikommissar Marcus Täubert von der Verkehrspolizei in Hof. Die vor Ort befindlichen Beamten notierten sich Kennzeichen und alarmierten eine weiter südlich befindliche Streife. Diese stoppte und beanzeigte den Gaffer für sein - gelinde ausgedrückt - verkehrswidriges Verhalten.(red)

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Kommentare

kann man solchen gaffern die den verkehr behindern nicht den schein für gewisse zeit einziehen? geldstrafen helfen nicht!!!!!!!!!!!
Entzug der Fahrerlaubnis wegen fehlender charakterlicher Eignung zur Führung eines Kraftfahrzeugs. Zur Wiedererlangung selbiger kann man dann gerne das Gegenteil mittels MPU beweisen.
Natürlich ist das alles andere als richtig und gehört geahndet. Allerdings habe ich das Gefühl das sich derzeit eine regelrechte Hexenjagt in Bewegung setzt wegen dieses Themas!
Wie bei vielen anderen Dingen auch. Man kann alles übertreiben.
...diese "Menschen" sollten sich mal in die Lage der "Gefilmten" versetzten! Würden diese
Gaffer sich selber gerne als Unfallopfer im Netz sehen?! Das sollte man diesen Personenkreis
klar machen...
Verschiebt man denn nicht die Realität, wenn man das Filmen als ".... traurige Szene bei einem Unfall" bezeichnet, während eine Frau "schwere Verletzungen" erlitt? Es reicht schon, wenn man schreibt: Es gehört sich einfach nicht. Aber sich über andere Menschen empören ist halt doch selbstbefriedigender.
Eine gewisse (Sensations-)Neugier liegt in der Natur des Menschen, ansonsten hätte er es evolutionstechnisch nicht bis dahin geschafft, wo er heute steht.
Allerdings gibt es Menschen, die wissen, wo moralische Grenzen sind und die eben nicht bewusst langsam an der Unfallstelle vorbeifahren und sich am Leid anderer ergötzen. Es gibt Menschen, die ihre niederen Instinkte im Zaum halten können und das Geschehene lediglich zur Kenntnis nehmen und einfach weiter fahren, wenn schon keine Hilfe möglich oder notwendig ist. Die Krönung in negativer Hinsicht sind dann natürlich die Filmer und Rettungskräftebehinderer. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis, bei aller Neugier. Es mangelt solchen Menschen ganz einfach an Empathiefähigkeit.
Es ist alles richtig! Das steckt alles in der Bemerkung: Es gehört sich einfach nicht! Punkt.