G20-Bilanz: 51 Randalierer in U-Haft

Den Tatverdächtigen wird unter anderem schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Weitere Vorwürfe lauten auf gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Ein 27-jähriger Deutscher wird wegen versuchten Mordes belangt. Er soll den Piloten eines Polizeihubschraubers per Lasergerät gezielt geblendet haben.

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Bei den Beschuldigten handele es sich überwiegend um junge Männer unter 30 Jahren. Neben zahlreichen Deutschen säßen auch Staatsbürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich in Haft.

Bürger schicken Videos als Beweismaterial

Bürger schickten Tausende Videos und Bilder an die Polizei, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. Bilder von maskierten und unmaskierten mutmaßlichen Tätern gingen ein.

«Es ist eine Flut von Informationen, die jetzt durchermittelt werden müssen.» Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) kündigte im NDR an, aufgeklärt werden solle auch, wer Gewalttäter eingeladen, beherbergt und gedeckt habe.

Innenminister kündigt härtere Gangart an

De Maizière sagte, künftig müsse man noch mehr mit heftigsten Gewaltausbrüchen von Linksextremisten rechnen. Die Täter verglich er mit Neonazis und islamistischen Terroristen.

«Es darf in den Städten unseres Landes keine tolerierten Rückzugsräume für Gewalttäter geben - das gilt in Hamburg, das gilt in Berlin und das gilt überall anders auch.» In Hamburg erwarte er harte Verurteilungen. «Auf Landfriedensbruch steht eine mehrjährige Haftstrafe.»

Polizisten berichten von ihrer Angst

Polizisten, die bei den Krawallen dabei waren, berichteten von Angst und dem Gefühl, alleingelassen zu werden. «Das ist das Schlimmste, was ich als Bereitschaftspolizist erlebt habe», zitierte die Gewerkschaft der Polizei etwa einen Beamten.

Im Schanzenviertel war es am Rande des Gipfels um das linksautonome Zentrum Rote Flora zu Plünderungen und Gewalttaten gekommen. Rund 500 Polizisten wurden verletzt. Auch in Altona brannten Dutzende Autos. Am Montag ließen sich Anwohner in von der Polizei eingerichteten Infomobilen helfen, Anzeige zu erstatten.

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Kommentare

Mich würde ja eine ausführliche inhaltliche Bilanz des g20 treffens interessieren, inkl. kritischer Aufarbeitung.
Siehe Nordbayerischer Kurier vom 10. Juli, Seite 4.
Härtere Gangart, jaja. Wie man der Presse heute entnehmen kann, wurden die ersten Straftäter schon wieder auf freien Fuss gesetzt, weil kein Haftbefehl erlassen wurde, bzw. nicht rechtzeitig. Man kann über unsere Justiz nur noch den Kopf schütteln.
Da wurden halt die Falschen festgesetzt. Der Fehler liegt eher beim Konzept und der Taktik der Polizeimaßnahmen. Mit Wasserwerfern und Reizgas lassen sich kaum die Täter festnehmen. Muss man da nicht auch den Kopf schütteln?
Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt: „Die Hamburger Polizei hat die Demonstranten in toto als Gegner betrachtet, die man wegschieben muss[...]; die Hamburger Polizei – gemeint ist die politische Führung und die Einsatzleitung, nicht die zwanzigtausend Einsatzkräfte – hat schon im Vorfeld allein auf paramilitärische Taktiken gesetzt. Das war, das ist so von gestern wie die Politik von Herrn Trump.“
Warum begann der G20-Gipfel mit Wasserwerfern und Reizgas, ohne dass die Demonstration von über 15000 Teilnehmern einen Schritt gegangen sind? War denn die Polizei nicht in der Lage, die vermummten Teilnehmer herauszuholen und zu identifizieren?
Ich denke diese "guten Menschen" werden schneller aus der U-Haft entlassen werden als sie selbst danken. Deutsche Justiz ........
Und sie müssen danach in Behandlung, weil sie sich krank gelacht haben über unseren ja so gutmütigen Rechtsstaat
Was wohl die Deutschen dazu sagen, die in türkischen Gefängnissen ohne Anklage festgehalten werden. Dort ist halt jemand, der durchgreift, wie es manche hier so wollen.
Nur dummes Gewäsch was Sie da loslassen.
@Bob: Bravo! Sehen ja hier viele so wie Sie und ich.
@Uwart
würde mich mal interessieren ob Sie auch so schreiben würden wenn der Mop Ihnen Ihr Auto abgefackelt hätte, oder Ihre Schaufensterscheiben oder Haustüre eingeschlagen oder noch schlimmeres.
Wohl eher nicht!
Natürlich nicht! Aber das ist es ja, was ich sagen wollte, dass die Polizei nicht in der Lage war, auch die Bürger und deren Habseligkeiten zu schützen. Das Argument, die Demonstranten sind schuld ist ja lächerlich. Dafür war die Polizei doch eingesetzt, um gegen Gewalttäter vorzugehen. Und das ist offensichtlich mißlungen. Die Organisatoren mussten doch davon ausgehen, dass es auch gewalttätige Demonstranten geben wird. Der Fehler der Polizei war vielleicht, nicht alle Demonstranten als Gegner zu sehen, sondern nur die gewalttätigen. Und nicht jeder, der schwarz gekleidet war, war einer, der Sachen zerstört. So wie halt auch Prandtl von der SZ schrieb. Es gab übrigens noch viele friedliche Demonstrationen. Das ist alles untergegangen in den Medien.
Was hätte denn dann die Polizei machen sollen? Scharf schießen?
Wie in jedem Krimi zu sehen ist, die Gesetzesübertreter in Handschellen einzeln abführen, registrieren und ggf. in Haft nehmen. Haben das sie Polizisten denn nicht gelernt? Waren denn nicht genügend Polizisten an den kritischen Stellen, um zu viert gegen einen Täter vorzugehen?
Zugegeben, einfacher für die Polizei ist es, mit Distanzgeräten (Wasserwerfer, Reizgas) zu operieren. Nur kann man so nicht gezielt die Täter erfassen. Im Gegenteil, man verstreut sie und die unbeteiligten Zuschauer und friedliche Demonstranten werden gegen die Polizei zu Recht aufgebracht.
Warum eigentlich krieg ich einen dicken Hals, wenn ich solchen Mist von *Uwart* lese?
Nicht der Rede wert. Uwart ist hier allein mit seinem linksextremen Gschmarri.
Ganz einfach. Weil die Erkenntnis nur bis zu Hals reicht und nicht im Hirn ankommt! ;-)
Montag, 13. November 2017 - 11:06