Für Haspo-Damen beginnen Endspielwochen

Nach dem Duell mit den Berlinerinnen erscheinen die Aufgaben beim Schlusslicht HG Zirndorf sowie zu Hause gegen den SC Markranstädt (6.) und beim oberen Tabellennachbarn Frankfurter HC nicht als vollkommen unlösbar. „Wir sehen die kommenden Begegnungen nicht als Endspiele an, sondern schauen weiterhin nur auf unsere eigene Weiterentwicklung“, nimmt Michaela Lehnert den Druck von der Mannschaft: „Natürlich wissen wir, dass jetzt Gegner kommen, gegen die wir eine Siegchance haben, doch dafür muss viel zusammenpassen.“

Pünktlich zum ersten „Endspiel“ im heimischen Schulzentrum Ost hat sich auch die Personalsituation drastisch entspannt. Standen zuletzt beim Spitzenreiter Füchse Berlin (14:29) krankheitsbedingt nur acht Feldspielerinnen zur Verfügung, kann Haspo nun mit einem vollen Kader gegen den direkten Konkurrenten aus der Hauptstadt antreten. „Zum Glück haben wir die Erkältungswelle überstanden“, freut sich auch Lehnert: „Lediglich Julia Dörfler wird weiter ausfallen und hinter dem Einsatz von Theresa Stöcker steht noch ein kleines Fragezeichen.“ Selbst die zuletzt arg vermisste Linkshänderin Tabea Brielmann steht vor ihrem Comeback, nachdem sie die Trainingswoche ohne Einschränkungen durchziehen konnte.

Nahezu in Bestbesetzung waren die Haspo-Damen schon im Hinspiel angetreten, als man sich bei der 23:29 (12:15)-Niederlage erst in der Schlussphase geschlagen geben musste. Bis zum 21:25 (54.) war Haspo durchaus in Schlagdistanz und kann sich deswegen daheim berechtigte Hoffnungen auf eine Revanche machen. „Der Berliner TSC hat sich von der Saison wohl auch mehr erwartet. Woran das liegt, kann ich nicht beurteilen, aber ich sehe sie besser, als es die Tabelle aussagt“, sagt Michaela Lehnert.

Gefährliches Berliner Trio

Damit es jedoch was wird mit dem zweiten Saisonsieg, muss Haspo vor allem die Kreise eines Berliner Trios einengen. Allen voran Toptorjägerin Ann-Catrin Höbbel (73 Saisontore) kann dabei jederzeit den Unterschied ausmachen. Die Linkshänderin, die sowohl auf Rückraumrechts als auch auf Rückraummitte für Torgefahr sorgen kann und beim wichtigen 27:19-Auswärtssieg gegen Schlusslicht Zirndorf am vergangenen Wochenende gleich acht Mal erfolgreich war, zählte gerade im Hinspiel mit nur zwei Treffern aber nicht zu den Bayreuther Hauptproblem. Vielmehr spielten sich Rechtsaußen Julia Goldhagen (7 Tore) und Rückraumlinks Josephin Keßler (6/2) in den Vordergrund und sorgten in der alles entscheidenden Schlussphase mit ihren Treffern für den Berliner Heimsieg.

Nicht bewertet

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