FSV hofft auf Trendwende in Schwabach

Bei der Erinnerung an das Hinspiel am 23. Juli beginnen auch die Augen des Prellmühler Trainers zu leuchten. 1:4 lag der FSV in der 57. Minute zurück, der überragende Michael Weiß (15 Saisontore) hatte gerade sein drittes Tor erzielt. Eigentlich war die Messe gelesen, doch dann entzündete Florian Schuberth nur vier Minuten später mit einem platzierten 20-Meter-Schuss zum 2:4 ein Hoffnungsfünkchen. Daraus wurde dann ein Großbrand, die Prellmühler drehten die Partie und gewannen 5:4 – eine denkwürdige Partie.

„Das war schon irre“, sagt Jörg Pötzinger noch etwas versonnen, kommt dann aber sofort in der Realität an. „Mittlerweile sind die Vorzeichen ganz andere. Damals hatten wir einen Minilauf, heute gehen wir am Stock.“ Wie eklatant die Personalsorgen sind, zeigt ein Blick auf die damalige Aufstellung. Mit Felix Angerer (verhindert), Florian Schuberth (gesperrt) und wohl auch Dominik Düngfelder – er laboriert an einer Zerrung – fehlen zur Neuauflage des Duells gegen die Mittelfranken wohl alle drei Torschützen des Hinspiels. Dazu auch noch die Langzeitverletzen Oliver Leykauf und Adrian Graf. Nur Sturmführer Alexander Koßmann war auch schon im Hinspiel nicht mit von der Partie.

Chancen "extrem überschaubar"

Alleine vor diesem Hintergrund ordnet Jörg Pötzinger die Chancen seines Teams in Schwabach als „extrem überschaubar“ ein. „Diesen Verlust an Führungsspielern können wir in der Breite nicht auffangen, da fehlt es dann an Qualität. Wenn dann auch noch die verbliebenen Leistungsträger patzen, kommt das raus, was wir zuletzt in Mitterteich erlebt haben.“ Die Bayreuther gingen sang- und klanglos mit 0:4 unter. „Das Bittere, die Mitterteicher haben eigentlich kein Tor selbst geschossen. Wir haben ihnen alle vier aufgelegt.“ Und auch moralisch haben die fünf sieglosen Spiele in Folge ihre Spuren hinterlassen. „Die Jungs fangen gut an. Wir bekommen dann einen Nackenschlag, und dann gehen die Köpfe runter.“

Bei all den Rückschlägen so gibt es doch etwas, was Jörg Pötzinger zuversichtlich stimmt: „Das Miteinander passt. Die Intensität im Training ist hoch, die Jungs geben alles, wollen im mehr machen“, sagt er und fordert im selben Atemzug: „Wir müssen das nur mal wieder auf den Platz bringen.“

FSV Bayreuth: Petrovic – Schwarzer, Röthlingshöfer, Schmidt-Hofmann, Menzel, Schöpf, Konradi, Sesselmann, Eisele, Kellner, Hendel-Diaz, Düngfelder (?), Ari.

Nicht bewertet

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