Frankenfahne weht selten

„Unter den Bürgermeisterkollegen war das überhaupt kein Thema“, sagt der Kreisvorsitzende des Gemeindetages und Speichersdorfer Bürgermeister Manfred Porsch. „Wir sind stolz auf Franken, aber keine fränkischen Patrioten“, fügt Porsch hinzu. Vor dem Rathaus werde am Samstag keine Frankenfahne gehisst. Weder aus dem Gemeinderat noch aus der Bevölkerung habe es einen entsprechenden Vorstoß gegeben. Speichersdorf unterhalte gute Beziehungen in die angrenzende Oberpfalz, ein Teil der Bevölkerung sei bei der Gebietsreform aus der Oberpfalz eingemeindet worden.

Keine Franken-Fahne in Bayreuth

Auch der Weidenberger Bürgermeister Hans Wittauer wird keine Frankenfahne hissen lassen. „Das Thema wird zu hoch gehängt“, sagt er. Es sei in Ordnung, wenn auf die Franken besonders hingewiesen werde, doch sollte jede Gemeinde selbst entscheiden, ob sie den Frankenrechen aufzieht. „Ich würde mir nicht schäbig vorkommen, das nicht zu tun“, meint Wittauer.

Die Stadt Bayreuth wird am Rathaus ebenfalls keine Frankenfahne wehen lassen. „Im nächsten Jahr, wenn in Bayreuth der „Tag der Franken“ gefeiert wird, wird die Frankenflagge gehisst“, sagt Pressesprecher Joachim Oppold. Die Stadt sieht ihre fränkische Identität durch die Fahne des Bezirks Oberfranken ausreichend dargestellt. Sie wird auch am „Tag der Franken“ neben der Deutschland-, Bayern- und Stadtfahne oben auf dem Rathaus wehen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Wochenendausgabe (07./08. Juli) im Nordbayerischen Kurier.

Foto: Schröder

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