Franken sind die glücklicheren Bayern

Wie aus dem am Dienstag in München vorgestellten "Glücksatlas" hervorgeht, belegten die zwei Regionen damit die Plätze fünf und sechs. Das Glücksempfinden wird auf einer Skala von null bis zehn gemessen: Spitzenreiter ist zum fünften Mal in Folge Schleswig-Holstein (7,43), Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt (6,83) auf dem 19. Platz.

Abstand schrumpft

Franken und Südbayern schätzten sich heuer glücklicher ein als noch vor einem Jahr: Franken erreichte damals 7,22 Punkte und damit den zweiten Platz, Südbayern 7,17 Punkte und den achten Platz. Der bundesweite Durchschnittswert lag in diesem Jahr bei 7,07 Zufriedenheitspunkten - nur leicht weniger als im vergangenen Jahr mit 7,11 Punkten.

Dafür sei der Abstand zwischen der zufriedensten und der unzufriedensten Region noch nie kleiner gewesen als in diesem Jahr, sagte Professor Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg, der den "Glücksatlas" zusammengestellt hat.

Am zufriedensten sind die Franken mit ihrer "Wohnung und Freizeit" (7,75) - zu schaffen machen ihnen aber die hohen Mietkosten. Mit 36,0 Prozent müssten sie einen deutlich höheren Anteil ihres Einkommens für Miete ausgeben als der durchschnittliche Mieter in Deutschland (30,0 Prozent).

Am unzufriedensten sind die Franken mit ihrer Gesundheit (6,41). Grund hierfür sei der hohe Anteil an «gesundheitlich beeinträchtigten Personen», der mit 21,5 Prozent erstmals über dem Bundesdurchschnitt liege.

Offene Glücksschere

Die zufriedensten Menschen nach den Schleswig-Holsteinern kommen aus Hamburg (7,28), Baden (7,28) und Hessen (7,27). Wie aus der Studie hervorgeht, sind die Westdeutschen erneut zufriedener als die Ostdeutschen. Der Glücksabstand zwischen West und Ost ist in diesem Jahr allerdings kleiner: Er sank von 0,28 im vergangenen Jahr auf diesmal 0,22 Punkte.

Dennoch ist die Glücksschere deutlich: Die ostdeutschen Bundesländer landeten - wie auch im Jahr zuvor - auf den letzten Plätzen.

Der "Deutsche Post Glücksatlas" ist bereits zum siebten Mal erschienen. Die Daten stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) sowie einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit 5698 Teilnehmern.

Nicht bewertet

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Kommentare

...Hmm??? Warum wird dann so viel genörgelt?!
"Nörgeln" ist doch Ihr Fachgebiet.
Weil der Mensch ohne nörgeln zu können nicht glücklich ist :-)
Montag, 13. November 2017 - 11:06