Fränkische-Schweiz-Tourismuschefin will weg von „Billigregion“-Image

Die hatte vergangene Woche mit der Aussage, die Fränkische Schweiz solle sich nicht weiter als „Billigregion“ anpreisen, für Aufsehen gesorgt. Schäufele und Bier seien teilweise einfach zu günstig, fand Schneider. Wer so niedrige Preise hat, könne auch nur niedrige Einnahmen erzielen. Und auf Dauer könne das für die Gastwirte gefährlich werden.

Kein Diktat

Diese Woche rudert die Tourismusleiterin zurück: Sie wolle sicherlich keinem Wirt die Preise diktieren. Aber sie wolle schon sichergehen, dass die Gastwirte sich und die Region nicht unter Wert verkaufen – und vor allem nicht unter der Schmerzgrenze: „Die Preise müssen so hoch sein, dass die Wirte nicht nur über die nächste Saison kommen, sondern genügend Geld haben, um in die Zukunft ihrer Gastwirtschaft investieren zu können.“

Der Tourismuschefin geht es vor allem um eines: „Um die Qualität. Und damit um die Zukunft der Fränkischen Schweiz.“ Und für Qualität, mahnt Schneider, müsse regelmäßig Geld ausgegeben werden: für gute regionale Produkte in den Gastwirtschaften, für eine neue Ausstattung in den Hotels.


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Freitagausgabe (3. August) des Nordbayerischen Kuriers.

Nicht bewertet

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Kommentare

wieso postet der NBK ein Bild aus dem Oscar, wenn es um günstige Preise in der Fränkischen Schweiz geht? Oscar und billig, das widerspricht sich doch ;-)

Außerdem leben wir in einer Marktwirtschaft. Jeder Wirt kann schließlich seine Preise festlegen wie er will. Was geht das denn die "Tourismuschefin" an? Die sollte sich eher um das Bekanntwerden der günstigen Preise in der Fränkischen kümmern (wenn das überhaupt förderlich wäre)...
Der NK hat kein Geld, um ein Team zum Schnitzelphotographieren nach Breitenlesau zu schicken.
Lieber Kurier, des Bild is wirklich traurig. So wird des Schäufele GARANTIERT NICHT in der Fränkischen serviert. Ausserdem gibt's da meistens 2 Klees aufn Teller!!!

Vielleicht sollte man auch mal in die Richtung denken das die Preise in der fränkischen für viele auch "teuer" sind.
Das sind Menschen die dann auch mal froh sind mit der ganzen Familie essen zu gehen ohne gleich 100 Euro oder mehr auf den Tisch legen zu müssen.

Evtl. sollte man mal von einem Angestelltengehalt ausgehen und nicht von der Vergütung einer Tourismuschefin!
Genau, erhöhts deftig die Preise, dann kommt nur noch die Hälft der Gäste... und das nennt man dann Einnahmensteigerung. Schon mal überlegt DASS die Gäste vielleicht dorthin kommen weil man noch was für sein Geld bekommt?!? Die Tourismuschefin (den Titel überhaupt find ich schon goldig) sollte auch mal folgendes überlegen. Sobald man sich im höherpreisigen Segment bewegen will, muss man sich auch mit anderen "Premiumregionen" messen. Dann besteht allerdings die Gefahr, dass Leute, die noch gewillt sind soviel Geld auszugegeben, einfach woanders hingehen. Denn die Zugspitz is halt auch bissl höher und landschaftlich reizvoller als der Ochsenkopf... (um jetzt mal aus der Fränkischen rauszugehen)

Im übrigen sollte man immer zwischen "billig" und "preiswert" unterscheiden. Für mich absolut dilletantisches Auftreten einer "Tourismuscheffin"
Diese Dame hält die Gastronomen in der Fränkischen anscheinden für die dümmsten Hinterwäldler und scheint noch nie in einem der dortigen Wirtshäuser gewesen zu sein. Dort WIRD investiert. Dort gibt es GÜNSTIGE Preise. Dort gibt es QUALITÄT. Was will sie denn mehr? Solche ein Dilettantismus fügt einem fast schon körperliche Schmerzen zu.
Wenn man jetzt böse wäre, könnte man sagen, die Fränkische Schweiz sollte nicht nur in Qualität investieren, sondern vor allem in eine neue Tourismuschefin.

Aber ich bin ja nicht böse... ;)

Andererseits könnte das Ganze auch ein cleverer Plan sein, um auf die günstigen Preise hinzuweisen. Die Streiterei sollte man noch ein paar Wochen laufen lassen – und schon ist man in allen Medien...
Eigentlich unglaublich wenn man sowas lesen muß. Essen gehn macht (mir) eigentlich keinen Spaß mehr weil eben in der Gastronomie alles VIEL ZU TEUER geworden ist. Und anstatt sich zu freuen das es noch die eine oder andere Oase gibt wo man eben verhältnismäßig günstig essen gehen kann, muß man so nen Blödsinn von sich geben. Bravo!
Die Preise werden doch jedes Jahr nahezu überall erhöht, da muss man das als "Tourismuschefin" nicht noch unnötig anheizen.
In einem Gasthaus nicht unweit des Ortes Hochtheta wurde neben dem Bier zu Anfang der Saison z.B. das Schmalzbrot um über 25 Prozent teurer, von 1,90 auf 2,40 Euro.