Forschungsstipendium von 2,5 Millionen Euro für Bayreuther Informatiker

Der Informatiker Klaus Schilling bekommt ein Forschungsstipendium über 2,5 Millionen Euro, um innovative Techniken für kooperierende Kleinst-Satelliten zu erforschen. Geldgeber ist der Europäische Forschungsrat.

In der Satellitentechnik zeichnet sich ein Umbruch ab, wie er schon bei den Computern stattgefunden hat: Aus den Großrechnern der 1970er-Jahre wurden heute kleine, übers Internet vernetzte Computer. „Ein ähnlicher Paradigmenwechsel wird auch in der Satellitentechnik erwartet – von aktuell üblichen Großsatelliten hin zu vernetzten Systemen aus vielen miteinander kooperierenden Kleinsatelliten“, sagt Klaus Schilling vom Institut für Informatik der Universität Würzburg. Dafür sind moderne Telematikmethoden nötig.

Milchtütengroße Satelliten

Mit Kleinsatelliten kennt sich Schillings Team bestens aus: Es hat seit 2005 schon zwei Universität Würzburg Experimentalsatelliten (kurz UWE genannt) in den Orbit gebracht, die nur ein Kilogramm schwer und etwa so groß wie eine Milchtüte sind. Ein dritter von diesen UWE-Satelliten wartet auf seinen Start Anfang 2013 und an dem vierten UWE arbeiten die Informatiker derzeit. Der erste deutsche Pico-Satellit UWE-1 ist bereits im Deutschen Museum in München zu bewundern.

Finanziell gefördert werden Schillings Forschungspläne mit einem „ERC Advanced Grant“ über 2,5 Millionen Euro. Mit diesem Förderinstrument unterstützt der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) Wissenschaftler aus allen Fachrichtungen, die auf ihrem Gebiet weltweit führend sind und die bahnbrechende, zukunftsweisende Projekte in Europa realisieren wollen.

red


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstagausgabe (23. Oktober) des Nordbayerischen Kuriers.

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