Firmen sollen aufs Land ziehen

Die Agentur ergänzt die bisherigen Aufgaben von „Invest in Bavaria“ um die neue Einheit „Invest Daheim“. Diese richtet sich gezielt an Unternehmen in den Metropolen Bayerns, die dort wegen Fachkräftemangels und hoher Immobilienpreise unter Druck stehen. Die Hofer Außenstelle soll an die bestehende Repräsentanz der Förderbank LfA angedockt werden.

Betriebe, die sich für einen Umzug aufs Land entscheiden, erhalten für die Verlagerung aus dem neuen, mit 50 Millionen Euro ausgestatteten Bayerischen Investitionsfonds den in der jeweiligen Region möglichen Höchstfördersatz.

München stößt an Grenzen

„Wir starten damit ganz bewusst eine Förderoffensive für den Mittelstand und den ländlichen Raum“, erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) sagte, vor allem München stoße zunehmend an seine Grenzen.

Um die Metropole zu entlasten und den ländlichen Raum zu stärken, biete man mit der „Wirtschaftsagentur Bayern“ künftig eine „aktive Begleitung“ bei der Umsiedlung von Firmen.

Auch die Neuansiedlung ausländischer Investoren in den ländlichen Regionen soll stärker beworben werden.

„Invest in Bavaria“ war zuletzt immer deutlicher in die Kritik geraten, weil sich rund 90 Prozent der vermittelten Firmen für den Großraum München entschieden hatten. Das soll sich nun ändern.

Vorzüge der ländlichen Räume herausstellen

In Zukunft sollen die Vorzüge der ländlichen Räume wie Fachkräftepotenzial, erschwinglicher Gewerbe- und Wohnraum, aber auch die Vielzahl wissenschaftlicher Einrichtungen und die regionalen Technologietransferzentren klarer herausgestellt werden.

Ergänzend beschloss der Ministerrat Verbesserungen für Existenzgründer in ganz Bayern sowie ein Programm zur Technologieförderung im Handwerk. Zentraler Punkt ist dabei die Verlängerung und finanzielle Aufstockung des „Digitalbonus“. Um ein Drittel erhöht werden soll ab dem kommenden Jahr auch die Tourismusförderung im Freistaat.

Nicht bewertet

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Kommentare

Noch mehr Naturflächen versiegeln mit Gewerbe und Baugebieten? Bitte erstmal vorhandene Leerstände nutzen und brachliegende Gebäude sanieren sowie Baulücken schließen!
Diese Aussage ist richtig. Trotzdem wäre es gut, wenn mehr Neuansiedlungen von Betrieben aufs Land ziehen würden, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür dürfen aber nicht wertvolles Naturland oder landwirtschaftliche Flächen verwendet werden.
in dem Fall bleiben wohl nur Luftschlösser übrig.
Wenn sich in diesen "Luftschlössern" Firmen für Softwareentwicklung ansiedeln, soll es mir auch recht sein. Dazu bräuchte man halt einen schnellen Internetanschluss.

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