Finanzierungslücke bei Klostersanierung

34 Millionen Euro wird die Maßnahme kosten, inklusive des denkmalpflegerischen Mehraufwands, das weiß man jetzt ziemlich sicher. Es klafft allerdings noch eine Finanzierungslücke von rund 13 Millionen Euro. Gestern gab es wieder einen runden Tisch bei Regens Wagner. Immerhin saß an ihm der Präsident des oberpfälzischen Bezirkstags, Franz Löffler. Einen, den man braucht für den angestrebten Schulterschluss von mehreren Behörden, Zuschussgebern und Trägern der sozialen Einrichtung, um die hohen Kosten zu stemmen.

Überall sind Rauchmelder

„Wir müssen zügig zu einer Gesamtmaßnahme kommen, sagte der Leiter von Regens Wagner Michelfeld, Peter Miltenberger: „Wir hangeln uns von einer zur anderen Mussmaßnahme.“ Und die kosteten eben Geld. „Wir geben dafür große Summen aus“, so Miltenberger. Zum Beispiel der vorweggenommene Brandschutz. Überall im Gebäude sind Rauchmelder angebracht worden, um Vorschriften des Brandschutzes Genüge tun zu können. Die elektrischen Leitungen sind auf den Putz gelegt worden, was in einem denkmalgeschützten Gebäude nicht besonders gut aussieht. Dort, wo man beispielsweise wertvollen Stuck nicht antasten durfte, verrichten Rauchmelder mit Lichtschrankentechnik den Brandschutzzweck. Das alles muss dann wieder weg, wenn die Modernisierung als Gesamtmaßnahme kommen sollte. Das betrifft unter anderem auch die groß dimensionierte Fluchttreppe.

An einem Strang ziehen

Im Stiftungsvorstand ist man optimistisch, noch mehr maßgebliche Leute an den Tisch zu bekommen, die dann mit Regens Wagner an einem Strang ziehen. „Wir haben das Nutzungskonzept zusammen mit der Denkmalpflege umgesetzt“, sagt Stiftungsvorstand Gerhard Reile: „Die Finanzierung ist noch nicht abschließend gesichert, aber wir sind auf dem Weg.“ Konkret gibt es unverbindliche Förderzusagen vom Freistaat Bayern im Rahmen des Landesbehindertenplans, dem Bezirk Oberpfalz, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der bayerischen Landesstiftung, der Städtebauförderung, der Stadt Auerbach und von der Aktion Mensch. Zwei Millionen Euro werden es wohl vom Bezirk Oberpfalz werden, kündigte Löffler an. Regens Wagner habe aus Sicht des Bezirks als Einrichtung für Menschen mit Behinderung eine große Bedeutung. Darüber hinaus gebe sie dem Denkmal Kloster Michelfeld „einen Inhalt“. Es sei geradezu ein Glücksfall, dass man ein Denkmal habe, das bereits auch über eine Nutzung verfügt. Man werde sich nicht nur an der Modernisierung finanziell beteiligen, sondern auch anderweitig unterstützen. Sprich: Überzeugungsarbeit leisten, vor allem beim Bund. Noch gibt es keine Förderzusagen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Bundesstädtebauförderung, der Diözese Bamberg oder dem Bundesprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“. Letzteres sei das Kloster Michelfeld aber, sagt Miltenberger. Immerhin sei es „vom obersten Denkmalpfleger als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft worden – ein Meilenstein“.

Bundesfördermittel ausfindig machen

Die nächsten Schritte seien, Bundesfördermittel ausfindig zu machen und zu einem weiteren runden Tisch zu kommen. Ziel ist die Umsetzung des Projekts ab 2018 oder 2019. Dann sind seit den ersten Modernisierungsplänen 15 Jahre ins Land gezogen.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06